Krieg

Börsen im Nahen Osten im Minus, Saudi-Arabien verliert 2 Prozent

Keystone-SDA
Keystone-SDA, Redaktion

Zürich,

Wegen der Eskalation nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran sowie nach dessen Vergeltungsschlägen sind die Börsen im Nahen Osten im Tauchgang.

Börse Naher Osten
Die Börsen im Nahen Osten schlossen heute alle im Minus. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Börsen im Nahen Osten haben am Sonntag alle im Minus geschlossen.
  • Trotz der Eskalation im Nahen OSten waren die Börsen im Nahen Osten geöffnet.
  • Derweil ist die Strasse von Hormus gesperrt.

Die Börsen im Nahen Osten haben am Sonntag allesamt im Minus geschlossen. Sie hatten wie üblich regulär geöffnet, trotz der Eskalation nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran sowie nach dessen Vergeltungsschlägen.

Der saudi-arabische Tadawul All Share Index fiel um 2 Prozent auf 10'488 Punkte – der grösste Tagesverlust seit April 2025. Gestützt hat den Index der Ölkonzern Aramco, dessen Papiere um 3,4 Prozent zulegten. Steigende Ölpreise dürften für den Konzern positiv sein.

In Jordanien sank der Amman SE General Index um 1,6 Prozent auf 3541 Punkte. Ebenfalls um 2 Prozent nach unten ging es an der Börse in Oman und um 1 Prozent in Bahrain. Die Börse in Tel Aviv blieb am Sonntag geschlossen. Wie die Börse hier auf die jüngste Eskalation reagiert, wird sich am Montag zeigen.

Strasse von Hormus gesperrt

Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran und der darauf folgenden Sperrung der Strasse von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman durch Teheran haben mehrere Reedereien, Ölkonzerne und Handelshäuser ihre Fahrten durch die Meerenge eingestellt.

hormus
Die Strasse von Hormus (rot markiert) ist das wichtigste Nadelöhr für den Ölexport nach Asien (China, Indien, Japan), Westeuropa und in die USA. - OpenStreetMap

Das Ölproduzenten-Bündnis Opec+ hatte am Sonntag beschlossen, seine Produktion für April um 206'000 Barrel pro Tag zu erhöhen und damit stärker als erwartet auf den Krieg in Iran und die Gefährdung wichtiger Transportwege reagiert. Acht Länder, darunter Saudi-Arabien und Russland, beschlossen die Anhebung mit Verweis auf das Marktgleichgewicht.

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Die zusätzliche Menge dürfte laut Experten kaum ausreichen, um mögliche Lieferausfälle über die Strasse von Hormus auszugleichen, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs transportiert wird. Bei einer längeren Eskalation könnten die Ölpreise deutlich steigen und gemäss Expertenansicht wieder über 120 Dollar je Barrel klettern.

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Kommentare

User #2565 (nicht angemeldet)

Es ist nur der Anfang, ich denke, dass USA von stradegie keine Ahnung hat und auf Wilden West mentalität zurück getriggert wird.

User #6326 (nicht angemeldet)

Coole Sache wegen den usa und Israel geht alles den Bach runter.

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