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    Boeing: Strafe wegen Täuschung über abgestürzte 737 Max

    Keystone-SDA
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    USA,

    Boeing hat nach den Abstürzen seiner 737 Max die Öffentlichkeit über die Sicherheit getäuscht. Deswegen muss der Flugzeugbauer 200 Mio. Dollar bezahlen.

    Rettungskräfte suchen in den Trümmern der 2019 abgestürzten  Boeing 737 Max 8 in Kenia nach Überlebenden. Bei dem Unglück starben 149 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder.
    Rettungskräfte suchen in den Trümmern der 2019 abgestürzten Boeing 737 Max 8 in Kenia nach Überlebenden. Bei dem Unglück starben 149 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder. - sda - KEYSTONE/EPA/STRINGER

    Das Wichtigste in Kürze

    • Boeing muss eine Busse von 200 Millionen Dollar bezahlen.
    • Nach der Abstürzen der 737 Max täuschte der Flugzeugbauer die Öffentlichkeit.
    • Er habe «Profit über Menschenleben» gestellt.

    Der Flugzeugbauer Boeing ist drei Jahre nach den tödlichen Abstürzen zweier Boeing 737 Max von der US-Börsenaufsicht SEC mit einer Geldbusse in Höhe von 200 Millionen Dollar belegt worden.

    Boeing habe «fahrlässig» gegen die Betrugsbekämpfungsvorschriften der US-Wertpapiergesetze verstossen, hiess es in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung der SEC. Das Unternehmen soll nach den tödlichen Crashs im Jahr 2018 und 2019 die Öffentlichkeit über die Sicherheit der 737-Max-Maschinen getäuscht haben.

    boeing 737
    737 MAX Maschinen von Southwest Airlines am Boden - AFP/Archiv

    Boeing habe «Profite über Menschenleben» gestellt, erklärte die SEC weiter. Der Flugzeugbauer stimmte der Zahlung der Geldbusse zu, um das Verfahren zu beenden. Zudem willigte der frühere Boeing-Vorstandsvorsitzende Dennis Muilenburg der Zahlung von einer Million Dollar ein, um ein Zivilverfahren gegen ihn wegen derselben Vorwürfe beizulegen.

    346 Tote bei zwei 737-Max-Abstürzen

    Bei den Abstürzen von Boeing-737-Max-Maschinen der indonesischen Fluglinie Lion Air im Oktober 2018 und der äthiopischen Ethiopian Airlines im März 2019 waren insgesamt 346 Menschen gestorben.

    Andere Maschinen des Typs durften daraufhin monatelang nicht fliegen, bis die Ursache gefunden wurde. Wie sich später herausstellte, hatte unter anderem die mangelhafte Ausbildung der Piloten mit einem Flugassistenzsystem zu den Abstürzen geführt.

    boeing
    Eine 737 MAX 8 vor dem Boeing-Werk in Renton. Foto: Ted S. Warren/AP - dpa-infocom GmbH

    Einen Monat nach dem ersten Absturz habe eine von Boeing-Chef genehmigte Pressemitteilung «selektiv bestimmte Fakten unterstrichen», hiess es in der SEC-Mitteilung am Donnerstag.

    Zudem seien darin menschliches Versagen des Piloten und eine mangelhafte Wartung der Maschine als Teilursachen des Absturzes dargestellt worden.

    Zudem sei in dieser Mitteilung die Sicherheit des Flugzeugtyps versichert worden. Dabei habe Boeing unterschlagen, dass dem Unternehmen damals schon bekannt war, dass ein wichtiges Assistenzsystem Sicherheitsmängel aufwies und deshalb zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gerade überarbeitet wurde.

    Das Unternehmen Boeing und Vorstandschef Muilenburg hätten «ihre wichtigste Pflicht verletzt» und mit ihren beschwichtigenden Aussagen über die Sicherheit der 737-MAX-Maschinen «Investoren in die Irre geführt».

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