Bildagentur Getty Images meldet Insolvenz an
Die amerikanische Bildagentur Getty Images hat Konkurs angemeldet. Das Unternehmen hat Schulden in Millionenhöhe.

Das Wichtigste in Kürze
- Getty Images aus den USA – eine der weltweit grössten Bildagenturen – hat Konkurs angemeldet.
- Das Unternehmen hat Schulden in Millionenhöhe.
- Getty Images soll bis zum Ende des Jahres saniert sein.
Die amerikanische Bildagentur Getty Images – eine der weltweit grössten Bildagenturen – hat Insolvenz angemeldet.
Das Unternehmen will damit seine hohen Schulden abbauen und sich bis Ende Jahr von der New Yorker Börse zurückziehen. Der Geschäftsbetrieb soll während des Verfahrens normal weiterlaufen.
Das Insolvenzverfahren sei am Mittwoch bei einem Gericht im US-Bundesstaat Delaware eingeleitet worden, teilte Getty Images mit. Es ist Teil eines bereits Mitte Oktober vereinbarten Sanierungsplans mit den wichtigsten Gläubigern.
Gläubiger verzichten auf 270 Millionen US-Dollar
Demnach wollen die Eigentümerfamilie Getty und die Investmentgesellschaft Koch Equity Development (KED) bis zu 533 Millionen Dollar frisches Kapital einschiessen.
Gläubiger haben zudem zugestimmt, auf Schulden von 270 Millionen Dollar zu verzichten. Auch die Zinslast soll sinken und Rückzahlungen sollen aufgeschoben werden.
Die Sanierung soll bis Ende Jahr abgeschlossen sein. Danach werden die Familie Getty und KED das Unternehmen vollständig besitzen. Für die Fortführung des Geschäfts stehen während des Verfahrens zusätzliche Mittel von bis zu 143 Millionen Dollar bereit.
Schon länger in der Finanzmisere
Hinter der Bildagentur steht die amerikanische Milliardärsfamilie Getty, deren Vermögen auf das Ölgeschäft zurückgeht. Mark Getty, ein Enkel des einstigen Ölmagnaten Jean Paul Getty, hatte die Bildagentur 1995 mitgegründet und ist bis heute Verwaltungsratspräsident.
Getty Images steckt seit längerem in finanziellen Schwierigkeiten. Im vergangenen Jahr schrieb die Bildagentur bei einem Umsatz von 981 Millionen Dollar einen Verlust von 206 Millionen. Im ersten Halbjahr 2026 fielen weitere 90 Millionen Dollar Verlust an.
Die Sanierung folgt auf das Scheitern der geplanten Fusion mit dem Konkurrenten Shutterstock. Getty hatte das Vorhaben im Juni wegen Auflagen der britischen Wettbewerbsbehörden aufgegeben.












