Wegen einer Panne bei der Ausgabe von Anleihen verzeichnet die Bank Barclays einen Gewinnrückgang von rund 20 Prozent. Die Erträge stiegen aber an.
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Das Logo von Barclays an einer Hausfassade. (Symbolbild) - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Barclays verzeichnet einen grossen Gewinn-Rückgang.
  • Grund dafür ist ein Fehler bei der Ausgabe von Anleihen.
  • Die Erträge konnte die Bank aber um rund 10 Prozent steigern.

Die britische Bank Barclays hat wegen einer Panne bei der Ausgabe von Anleihen im ersten Quartal einen Gewinnrückgang verbucht. Auf die Aktionäre entfiel ein Gewinn von 1,4 Milliarden britischen Pfund (1,7 Mrd. Franken) und damit fast ein Fünftel weniger als ein Jahr zuvor, wie das Institut am Donnerstag in London mitteilte.

Zwar stiegen die Erträge – also die gesamten Einnahmen der Bank – um zehn Prozent auf 6,5 Milliarden Pfund. Doch eine höhere Risikovorsorge und die Mehrkosten infolge des Fehlers bei der Anleihen-Ausgabe zehrten die Zuwächse mehr als auf.

Barclays hatte ansonsten starkes Quartal

Die Bank hatte versehentlich mehr strukturierte Anleihen und börsennotierte Schuldverschreibungen ausgegeben, als sie zuvor bei US-Behörden beantragt hatte. Daher musste sie die Papiere mit Verlust zum ursprünglichen Preis zurückkaufen. Barclays hatte deshalb bereits Ende März eine Sonderbelastung von etwa 450 Millionen Pfund angekündigt.

Bankchef Venkatakrishnan berichtete von einem ansonsten starken ersten Quartal. Der Handel mit Aktien, Anleihen, Währungen und Rohstoffen legte infolge der Marktturbulenzen wegen des Ukraine-Kriegs kräftig zu. Im laufenden Jahr will die Barclays-Führung weiterhin eine Rendite auf das materielle Eigenkapital von mehr als zehn Prozent erzielen. Im ersten Quartal lag die Rendite trotz der Sonderbelastung bei 11,5 Prozent.

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