Bankenombudsman verzeichnet erneut mehr Betrugsfälle
Im Schweizer Bankwesen kam es 2025 erneut zu mehr Betrugsfällen. Besonders betroffen sind dabei das Online-Banking und Kartenzahlungen.

Das Wichtigste in Kürze
- 2025 kam es im Schweizer Finanzwesen erneut zu einer Steigerung der Betrugsfälle.
- Am meisten Probleme gab es beim Online-Banking und bei Kartenzahlungen.
- Die Schweizerische Bankenombudsstelle erledigte insgesamt 2575 Fälle.
Der Schweizerische Bankenombudsman hat auch 2025 mehr Fälle bearbeiten müssen.
Die wichtigste Problemursache blieben Betrugsfälle bei Kartenzahlungen und im Online-Banking. Auch wenn sich das Wachstum zuletzt etwas verlangsamte.
Insgesamt erledigte die Bankenombudsstelle im vergangenen Jahr 2575 Fälle. Das waren 100 Fälle mehr als noch im Jahr davor, wie Bankenombudsman Andreas Barfuss am Dienstag an einer Medienorientierung erklärte.

Die Stelle intervenierte in 319 Fällen beim betreffenden Finanzinstitut. Und machte in 174 Fällen konkrete Lösungsvorschläge. Bei 98 Prozent seien die Banken den Empfehlungen gefolgt und den Kunden entgegenkommen.
Finanzinstitute müssen Betrugsopfer nicht entschädigen
Dominierendes Thema blieb bei den Betrugsfällen das Thema «Phishing». Bei diesem gelangen Betrüger an sensible Daten wie Passwörter oder Kreditkartennummern von Bankkunden.
Rechtlich gebe es dabei oft keine Verpflichtung der Finanzinstitute, die Kunden in solchen Fällen zu entschädigen, sagte Barfuss. Es sei allerdings wichtig, jeden Fall einzeln zu betrachten.
Auch der Bankenombudsman will sich in Zukunft die Künstliche Intelligenz (KI) nutzbar machen: «KI-basierte Lösungsansätze könnten das Verfahren der Ombudsstelle skalierbarer machen», sagte Barfuss.








