Axpo drosselt Leistung beider Reaktorblöcke des AKW Beznau
Das Energieunternehmen Axpo drosselt die Leistung beider Reaktorblöcke des AKW Beznau zunehmend. Grund dafür ist die steigende Temperatur der Aare, wie Axpo am Dienstag mitteilte.

Das Kühlwasser des AKW wird der Aare entnommen und fliesst danach zurück in den Fluss. Ist die Aare nach der Durchmischung mit dem Kühlwasser wärmer als 25 Grad, muss Axpo die Leistung des Kraftwerks um bis zu 50 Prozent reduzieren. Beträgt die Wassertemperatur auch drei Tage nach der Reduktion der Leistung noch über 25 Grad, muss das AKW heruntergefahren werden, wie das Unternehmen erklärt.
Diese Massnahmen dienten dem Ökosystem der Aare. Sie sind Bestandteil einer Zwischenverfügung des Bundesamtes für Energie (BFE), die im Nachgang zum Hitzesommer 2018 erlassen wurde. Um etwa die Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten, kann gemäss Axpo von einem Abschalten des Kraftwerks abgesehen werden.
Der Umweltverband Greenpeace warnte in einer Mitteilung vom Dienstag davor, die Atomenergie verschärfe die Folgen der globalen Erwärmung für die Gewässer. «Insbesondere die Fische sind aufgrund der hohen Temperaturen bereits gestresst», lässt sich Florian Kasser, Experte für Nuklearfragen bei Greenpeace, zitieren.
Bereits vor vier Tagen teilte Axpo mit, die Wassertemperaturen in der Aare genau beobachten zu wollen. Gemäss den aktuellen Wetterprognosen von Meteoschweiz ist auch im Gebiet des AKW Beznau in den nächsten Tagen keine Abkühlung zu erwarten.










