Avolta-CFO: Im Extremfall drohen Flugstreichungen
Der Basler Duty-Free und Gastro-Gigant Avolta sieht sich trotz des Iran-Kriegs weiterhin robust aufgestellt. Doch sollte der Krieg länger andauern, könnten Kerosinengpässe Flugstreichungen auslösen und den weltweiten Reiseverkehr deutlich bremsen, sagte Finanzchef Yves Gerster im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.

Das wäre auch für Avolta problematisch: Der Konzern verdient sein Geld mit Duty-Free-Shops, Restaurants und Kiosken an Flughäfen weltweit. Weniger Flüge bedeuten damit auch weniger Kundschaft in den Terminals – und weniger Einnahmen für Avolta.
«Die Reiselust und Ausgabebereitschaft der Reisenden sind genau gleich wie vorher», betont Gerster allerdings anlässlich der Q1-Zahlen. Belastet worden sei das Geschäft bislang vor allem durch Flughafenschliessungen und Flugausfälle. So sei etwa der Flughafen in Kuwait zeitweise komplett geschlossen gewesen.
Für April sieht der CFO bereits erste Zeichen einer Erholung. Mehrere Airlines hätten einen grossen Teil ihrer Verbindungen wieder aufgenommen. Die Lage bleibe aber fragil und die Visibilität begrenzt.
Der Basler Flughafen-Shop-Riese arbeitet deshalb mit mehreren Szenarien. Im günstigsten Fall normalisiere sich die Situation innerhalb weniger Wochen. Im Extremfall könnten globale Kerosinengpässe jedoch Flugstreichungen verursachen und den Passagierverkehr deutlich abbremsen.
«Wir könnten dann weniger Wachstum oder sogar gar kein Wachstum sehen.» Selbst dann würde Avolta laut dem CFO aber ein ähnliches Ergebnis wie im Rekordjahr 2025 erzielen. Der Konzern könne Investitionen verschieben oder Kosten anpassen, um Profitabilität und Cashflow zu schützen.






