Auswertung zeigt: Lage am Schweizer Wohnungsmarkt bleibt angespannt
Die Lage am Schweizer Wohnungsmarkt bleibt angespannt, wie eine Auswertung des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO) zeigt.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Wohnraum in der Schweiz bleibt weiterhin knapp, zeigt das Bundesamt für Wohnungswesen.
- Besonders Haushalte mit geringer Kaufkraft sind betroffen. In Zürich ist der Wohnraum besonders knapp.
- Mehr Wohnraum dürfte frühestens ab 2027 auf den Markt kommen.
Der Schweizer Wohnungsmarkt erholt sich kaum, die Lage bleibt weiterhin angespannt, zeigt eine Auswertung des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO).
Knapp ist Wohnraum vor allem für Haushalte mit geringer Kaufkraft sowie im Grossraum Zürich, in der Zentralschweiz und in Bergregionen. Mit einer Verbesserung wird beim BWO frühestens im kommenden Jahr gerechnet.
Die Lage auf dem Wohnungsmarkt habe sich 2025 und im ersten Halbjahr 2026 weiter verschärft, das Angebot sei knapper geworden. Das schrieb das BWO in einer Mitteilung vom Mittwoch zur jüngsten Ausgabe des Monitors Wohnungsmarkt.
Nach wie vor entstehe zu wenig neuer Wohnraum, um mit dem Wachstum der Haushalte Schritt zu halten. Das Bevölkerungswachstum habe die Nachfrage nach Wohnraum und die Preise für Miet- und Eigentumswohnungen in die Höhe getrieben.
Gestiegenes Einkommen treibt Wohnungspreise in die Höhe
In der Schweiz sei die Bevölkerung in den Jahren 1990 bis 2025 um knapp 37 Prozent gewachsen. Als weiteren Preistreiber nannte das BWO die über die Jahre gestiegenen Einkommen. Das Wohnungsangebot habe derweil mit der steigenden Nachfrage nicht Schritt halten können, so das BWO weiter.
Beispielsweise seien im vergangenen Jahr rund 18 Prozent der neu erstellten Wohnungen Ersatzneubauten gewesen, was den Nettozuwachs an Wohnraum schmälerte. Und in den vergangenen Jahren sei darüber hinaus auch das Bauland knapper geworden.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das BWO weiterhin mit einem zu geringen Wachstum des Wohnungsbestands, um die Nachfrage zu decken. Zwar hätte die seit 2024 gestiegene Zahl der Baugesuche und Baubewilligungen die Perspektiven verbessert.
Ein stärkeres Wachstum des Wohnungsbestands werde aber frühestens ab 2027 erwartet, hiess es.













