Der Schweizer Tiefkühl- und Backwaren-Konzern Aryzta erholt sich weiter. Das Unternehmen gewinnt an Profitabilität und verzeichnet einen steigenden Umsatz.
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Der Bäckereikonzern Aryzta schreibt schwarze Zahlen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach sieben Quartalen im Minus schreibt Aryzta wieder schwarze Zahlen.
  • Der Verkauf zweier Geschäfte hat zum steigenden Umsatz beigetragen.
  • Mit einem Imagewechsel soll die finanzielle Lage weiter verbessert werden.

Sieben Quartale im Minus: Das Coronavirus und die Inflation haben dem Schweizer Tiefkühl- und Backwaren-Konzern Aryzta spürbar zugesetzt. Nun kann im vierten Quartal bereits zum zweiten Mal ein Wachstum festgestellt werden. Denn obwohl das Unternehmen organisch geschrumpft ist, wird ein steigender Umsatz verzeichnet. Dieser liegt gar über den Erwartungen.

Obwohl die Preise für Rohwaren und Logistik weiter ansteigen, erholt sich auch die Profitabilität des Konzerns. Wie «Finanz und Wirtschaft» weiter mitteilt, haben besonders Aktivitäten in Europa zu den schwarzen Zahlen beigetragen. Insgesamt beträgt der Gewinn rund 5 Millionen Euro.

Verkauf von zwei Aryzta Geschäften

Als weiterer Grund für die Erholung des Konzerns wird der Verkauf des Geschäfts in Nordamerika und Brasilien angesehen. Die beiden Deals haben dazu geführt, dass die Nettoverschuldung auf rund 220 Millionen Euro geschrumpft ist.

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Das Schweizer Unternehmen Aryzta bietet Tiefkühl- und Backwarenprodukte an. - sda

Aryzta zielt darauf ab, die finanzielle Lage weiter zu verbessern. Dazu sollen alle aufgeschobenen und tatsächlichen Zinszahlungen für Hybridinstrumente beitragen. Ausserdem sind Kosten gesenkt worden. Denn der Konzern sieht sich nun als multilokales Geschäft mit Kundenbindung und lokaler Verantwortung.

Weiteres Wachstum vermutet

Aufgrund der Restrukturierung wird im Geschäftsjahr 2021/22 ein mittleres einstelliges Wachstum erwartet. Der Konzern sieht weiter vor, die Leistung der europäischen Aktivitäten zu stärken.

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