Anthropics Börsengang sorgt für Milliardenfantasie
Der geplante Börsengang von Anthropic könnte eine Bewertung von bis zu zwei Billionen US-Dollar erreichen und auch andere Unternehmen beeinflussen.

Anthropic bereitet laut aktuellen Berichten einen der grössten Börsengänge der bisherigen Unternehmensgeschichte vor. Die mögliche Bewertung von zwei Billionen US-Dollar sorgt bereits vor dem Start für Aufmerksamkeit bei Anlegern und Analysten.
Besonders interessant ist die mögliche Auswirkung auf Zoom, das von Anthropics wachsendem Geschäft profitieren könnte. Laut «Investing.com» sieht StoneX deshalb weiteres Potenzial und bestätigt seine Kaufempfehlung für die Zoom-Aktie.
Der Analyst Matthew Harrigan hält bei einer entsprechenden Anthropic-Bewertung sogar einen fairen Zoom-Wert von mindestens 135 US-Dollar für möglich. Damit wird der geplante Börsengang zunehmend auch für Unternehmen ausserhalb des direkten KI-Wettbewerbs relevant.
Börsengang zwischen Bewertung und Spekulation
Während Analysten auf mögliche Gewinner blicken, sorgen die aktuellen Anthropic-Bewertungen gleichzeitig für erhebliche Unsicherheit. Krypto-Perpetuals handelten Anthropic laut «Business Punk» zeitweise mit rund 1,9 Billionen US-Dollar.
Allerdings besitzt Anthropic bislang keine öffentlich gehandelten Aktien, weshalb diese Kurse keinen klassischen Aktienwert abbilden. Die letzte offiziell bestätigte Bewertung liegt bei 965 Milliarden US-Dollar und stammt aus einer Finanzierungsrunde.
Anthropic warnt deshalb vor Produkten, die vermeintliche Unternehmensanteile anbieten, tatsächlich jedoch keine Eigentumsrechte vermitteln. Regulierte Sekundärmärkte liegen deutlich niedriger und zeigen damit, wie gross die Lücke zwischen bestätigtem Wert und Spekulation ist.
Datenschutz und Urheberrecht als Risiken
Neben der Bewertung stehen für Anthropic weitere Herausforderungen im Raum, die vor einem Börsengang relevant werden könnten. Das Unternehmen reagierte laut «AD HOC NEWS» auf Kritik von Geschäftskunden an seiner bisherigen Datenspeicherung.
Mit «Enterprise Frontier Safeguards» sollen Firmen künftig selbst stärker bestimmen können, wie ihre Daten kontrolliert und verwaltet werden. Gleichzeitig haben Sony Music Publishing und Warner Chappell Music Anthropic wegen mutmasslicher Urheberrechtsverletzungen verklagt.

Die Klagen könnten angesichts möglicher milliardenschwerer Forderungen zusätzliche Unsicherheit vor einem Börsengang schaffen. Damit stehen hohen Wachstumserwartungen zugleich offene Fragen bei Bewertung, Datenschutz und Urheberrecht gegenüber.












