Anthropic plant Börsengang und warnt vor KI-Gefahren
Anthropic hat den Prospekt für den Börsengang veröffentlicht. Er zeigt kräftiges Umsatzwachstum, hohe Verluste und deutliche Warnungen vor KI-Risiken.

Anthropic hat bei der US-Börsenaufsicht SEC den Prospekt für den Börsengang eingereicht, wie «Aktien.news» berichtet. Die Notierung ist am Nasdaq Global Select Market unter dem Kürzel ANT geplant, ein Debüt ab dem 16. November möglich.
Die Investorenwerbung soll in der Woche vom 9. November beginnen, die Federführung haben Goldman Sachs und Morgan Stanley. Angaben zu Aktienzahl und Ausgabepreis fehlen noch und sollen später in einem Nachtrag folgen.
Der Prospekt umfasst laut «Handelsblatt» 335 Seiten, davon widmen sich 94 Seiten den Risiken des Geschäftsmodells. Die sieben Gründer sollen nach dem Börsengang über eine Aktie der Klasse F 50,1 Prozent der Stimmrechte halten.
Umsatz und Verlust von Anthropic
Der Erlös stieg im ersten Halbjahr 2026 laut «Aktien.news» auf 16,3 Milliarden Dollar (etwa 13,4 Milliarden Franken). Dies nach 1,2 Milliarden Dollar (etwa 993,8 Millionen Franken) im Vorjahreszeitraum.
Der Nettoverlust erreichte rund 80,7 Milliarden Dollar (etwa 66,8 Milliarden Franken). Vor einem Jahr waren es 13 Milliarden Dollar (etwa 10,7 Milliarden Franken).
Vom Nettoverlust entfallen laut «Private Banking Magazin» 72,4 Milliarden Dollar (59,9 Milliarden Franken) auf Wertänderungen von Wandelanleihen und ähnlichen Instrumenten. Bereinigt steht ein Gewinn von 1,6 Milliarden Dollar (etwa 1,3 Milliarden Franken).
Anthropic nennt Risiken vor dem Börsengang
Laut «Aktien.news» nennt Anthropic im Prospekt vier Risikokategorien im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz. Dazu zählen der Missbrauch für Biowaffen und Cyberangriffe, der Verlust menschlicher Kontrolle, autoritärer Missbrauch und wirtschaftliche Verwerfungen.

Laut «Handelsblatt» warnt Anthropic, ausreichend fortgeschrittene KI könne ohne Schutzvorkehrungen katastrophale oder existenzielle Gefahren für die Menschheit bergen.
Anthropic wurde 2021 gegründet und gilt laut «Aktien.news» als grösster Konkurrent von OpenAI. Das Unternehmen hat seinen eigenen Börsengang verschoben.












