Die Börse in Saudi-Arabien hat mit einem massiven Kurssturz auf die Ankündigung «schmerzhafter» Corona-Massnahmen der Regierung reagiert.
Saudi-Arabien leidet unter dem Ölpreiseinbruch
Saudi-Arabien leidet unter dem Ölpreiseinbruch - AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • Finanzminister kündigte zuvor «schmerzhafte» Corona-Massnahmen an.

Bereits wenige Minuten nach Handelsbeginn am Sonntag stürzten die Aktienmärkte um 6,8 Prozent ab. Am Samstagabend hatte Finanzminister Mohammed al-Dschadaan «drastische» Massnahmen angekündigt, um die durch die Corona-Krise und den historischen Ölpreissturz entstandenen Haushaltslöcher zu stopfen.

«Einige dieser Massnahmen könnten schmerzhaft sein», sagte al-Dschadaan im Sender Al-Arabija. Er kündigte an, dass Riad bis zu 60 Milliarden Dollar (knapp 55 Milliarden Euro) Schulden aufnehmen werde, um das gewaltige Haushaltsdefizit zu schultern.

Laut dem unabhängigen Institut Saudi Jadwa Investment droht dem sunnitischen Königreich in diesem Jahr ein Rekorddefizit von 112 Milliarden Dollar. Der Internationale Währungsfonds rechnet mit einem Rückgang der saudiarabischen Wirtschaft von 2,3 Prozent in diesem Jahr.

Auch in anderen Golfstaaten verzeichneten die Börsen am Sonntag Rückgänge. In Dubai stürzten die Aktienmärkte um 3,2 Prozent ab, in Abu Dhabi um 1,6 Prozent. Die Golfstaaten sind stark vom Ölexport abhängig.

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