Ukraine und Russland tauschen 314 Gefangene aus
Nach fünf Monaten tauschen Ukraine und Russland wieder Gefangene aus. Die Einigung erfolgt bei den Verhandlungen in Abu Dhabi.

Die Ukraine und Russland haben bei zweitägigen Friedensgesprächen in Abu Dhabi einen Gefangenenaustausch vereinbart. Die Kriegsparteien einigten sich auf die Freilassung von insgesamt 314 Personen, wie die «taz» berichtet.
Es handelt sich um den ersten grösseren Austausch seit fünf Monaten. Laut dem US-Sondergesandten Steve Witkoff sei die Einigung durch produktive Friedensgespräche erzielt worden.
Es liege allerdings «noch viel Arbeit» vor allen Seiten, zitiert ihn «taz». Die Verhandlungen unter Vermittlung der USA fanden trotz massiver russischer Angriffe in der Ukraine statt.
157 Soldaten kehren auf jeder Seite zurück
Das russische Verteidigungsministerium bestätigte die Rückführung von 157 russischen Soldaten aus ukrainischer Gefangenschaft. Im Gegenzug wurden 157 ukrainische Kriegsgefangene übergeben, wie der «Tagesspiegel» meldet.
Die Vereinigten Arabischen Emirate und die USA hätten bei der Rückkehr humanitäre Vermittlung geleistet. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den Austausch auf Telegram, berichtet der «Tagesspiegel» weiter.
Unter den 157 Ukrainern seien Soldaten der Armee, Nationalgarde und Grenztruppen gewesen. Ein Teil sei bereits seit 2022 in russischer Gefangenschaft gewesen.
Verhandlungen laut Ukraine produktiv
Die russischen Soldaten befinden sich derzeit in Belarus und werden medizinisch versorgt. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurden zusätzlich drei Zivilisten aus der Region Kursk zurückgebracht, wie der «Tagesspiegel» berichtet.
Die Gespräche zwischen den Unterhändlern seien aus Kiewer Sicht produktiv verlaufen, meldet «swissinfo.ch». Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow schrieb in sozialen Medien von inhaltsvollen und produktiven Diskussionen.

Nach Angaben von Präsident Selenskyj sollen die Verhandlungen in allernächster Zeit fortgesetzt werden. Die nächste Gesprächsrunde werde wahrscheinlich in den USA stattfinden, berichtet das «ZDF».












