Hedgefonds

    Aktie von CS leidet wegen US-Hedgefonds – SMI leichter erwartet

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA, Victoria Lange

    Zürich,

    Die Aktie der Credit Suisse leidet unter Zwangsverkäufen eines US-Hedgefonds. Gleichzeitig wird der SMI zum Start der verkürzten Osterwoche tiefer geschätzt.

    credit suisse
    Das Hauptquartier der Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Credit Suisse erwartet ein hoher Verlust durch Zwangsverkäufe eines US-Hedgefonds.
    • Die CS-Aktie befindet sich zum Wochenbeginn entsprechend unter Druck.
    • Auch der SMI wird wohl schwach in die Osterwoche starten.

    Die Credit Suisse ist nach der Greensill-Affäre bereits von einem weiteren Rückschlag betroffen. Wegen Zwangsverkäufen eines Hedgefonds droht der zweitgrössten Schweizer Bank ein hoher Verlust.

    Ein bedeutender US-Hedge-Fonds sei in der vergangenen Woche den Margenforderungen der Credit Suisse und einiger anderer Banken nicht nachgekommen. Das teilte die CS am Montag mit. Credit Suisse und eine Reihe anderer Banken seien nun dabei, sich aus diesen Positionen zurückzuziehen.

    Der Verlust könnte «sehr bedeutend und wesentlich» für das Ergebnis des ersten Quartals sein. Allerdings sei es zum jetzigen Zeitpunkt noch verfrüht, die genaue Höhe des Verlustes aus diesem Ausstieg zu beziffern. Dies ungeachtet der positiven Trends, die man im Trading Statement von Anfang dieses Monats angekündigt habe, betont die CS.

    Sie will «zu gegebener Zeit» ein Update in dieser Angelegenheit zu geben, wie es in der Mitteilung heisst. Auch auf Nachfrage wollte die CS keine weiteren Details nennen.

    Aktie von CS leidet

    Laut diversen internationalen Finanzmedien handelt es sich bei dem US-Hedgefonds um Archegos Capital, der von Bill Hwang gegründet wurde. Gemäss Bloomberg musste Archegos am Freitag wegen der Nachschussforderungen Aktien im Wert von mehr als 20 Milliarden US-Dollar verkaufen. Das Wall Street Journal berichtete gar von 30 Milliarden an Verkäufen.

    So kam es am Freitag etwa zu einem Einbruch um 27 Prozent bei den Aktien von ViacomCBS. Dies sei ein ungewöhnlich grosser Rückgang bei einer weit verbreiteten, grosskapitalisierten Aktie an einem Tag ohne bedeutende unternehmensspezifische Nachrichten. Das hiess es im Handel. Auch andere Aktien wie Discovery waren stark unter Druck.

    Die CS-Aktie dürfte entsprechend den erneut negativen News zum Wochenbeginn massiv unter Druck kommen. Vorbörslich wird das Papier bei Julius Bär um 7,1 Prozent tiefer gehandelt.

    Tiefer Start für SMI erwartet

    Der Swiss Market Index wird indes vorbörslich 0,4 Prozent tiefer geschätzt. Wie das Wirtschaftsportal «Cash» berichtet, notieren alle Aktien des SMI im Minus. Die Aktie der CS sei um sieben Prozent eingebrochen, heisst es weiter.

    Kommentare

    Weiterlesen

    credit suisse greensill
    1 Interaktionen
    Greensill-Fonds
    Credit Suisse
    6 Interaktionen
    Vermögensverwaltung

    MEHR HEDGEFONDS

    Michael Burry
    2 Interaktionen
    Börse
    Ray Dalio
    33 Interaktionen
    Manager warnt
    Trump Treasury
    30 Interaktionen
    Importzölle
    commerzbank
    Aktien

    MEHR AUS STADT ZüRICH

    Das kostet eine Woche Parkieren am Flughafen Zürich
    65 Interaktionen
    Kleines Vermögen
    Leerkündigung Zürich
    141 Interaktionen
    Zürich
    ZSC Lions Lausanne HC
    2 Interaktionen
    Erster Verlustpunkt
    3 Interaktionen
    Zürich