Die Aktie der Credit Suisse leidet unter Zwangsverkäufen eines US-Hedgefonds. Gleichzeitig wird der SMI zum Start der verkürzten Osterwoche tiefer geschätzt.
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Das Hauptquartier der Credit Suisse am Paradeplatz in Zürich. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Credit Suisse erwartet ein hoher Verlust durch Zwangsverkäufe eines US-Hedgefonds.
  • Die CS-Aktie befindet sich zum Wochenbeginn entsprechend unter Druck.
  • Auch der SMI wird wohl schwach in die Osterwoche starten.

Die Credit Suisse ist nach der Greensill-Affäre bereits von einem weiteren Rückschlag betroffen. Wegen Zwangsverkäufen eines Hedgefonds droht der zweitgrössten Schweizer Bank ein hoher Verlust.

Ein bedeutender US-Hedge-Fonds sei in der vergangenen Woche den Margenforderungen der Credit Suisse und einiger anderer Banken nicht nachgekommen. Das teilte die CS am Montag mit. Credit Suisse und eine Reihe anderer Banken seien nun dabei, sich aus diesen Positionen zurückzuziehen.

Der Verlust könnte «sehr bedeutend und wesentlich» für das Ergebnis des ersten Quartals sein. Allerdings sei es zum jetzigen Zeitpunkt noch verfrüht, die genaue Höhe des Verlustes aus diesem Ausstieg zu beziffern. Dies ungeachtet der positiven Trends, die man im Trading Statement von Anfang dieses Monats angekündigt habe, betont die CS.

Sie will «zu gegebener Zeit» ein Update in dieser Angelegenheit zu geben, wie es in der Mitteilung heisst. Auch auf Nachfrage wollte die CS keine weiteren Details nennen.

Aktie von CS leidet

Laut diversen internationalen Finanzmedien handelt es sich bei dem US-Hedgefonds um Archegos Capital, der von Bill Hwang gegründet wurde. Gemäss Bloomberg musste Archegos am Freitag wegen der Nachschussforderungen Aktien im Wert von mehr als 20 Milliarden US-Dollar verkaufen. Das Wall Street Journal berichtete gar von 30 Milliarden an Verkäufen.

So kam es am Freitag etwa zu einem Einbruch um 27 Prozent bei den Aktien von ViacomCBS. Dies sei ein ungewöhnlich grosser Rückgang bei einer weit verbreiteten, grosskapitalisierten Aktie an einem Tag ohne bedeutende unternehmensspezifische Nachrichten. Das hiess es im Handel. Auch andere Aktien wie Discovery waren stark unter Druck.

Die CS-Aktie dürfte entsprechend den erneut negativen News zum Wochenbeginn massiv unter Druck kommen. Vorbörslich wird das Papier bei Julius Bär um 7,1 Prozent tiefer gehandelt.

Tiefer Start für SMI erwartet

Der Swiss Market Index wird indes vorbörslich 0,4 Prozent tiefer geschätzt. Wie das Wirtschaftsportal «Cash» berichtet, notieren alle Aktien des SMI im Minus. Die Aktie der CS sei um sieben Prozent eingebrochen, heisst es weiter.

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