ABB setzt auf Roboter und Elektrifizierung
ABB steht vor wichtigen Quartalszahlen. Neue Roboter, Kursverluste und unterschiedliche Analysteneinschätzungen prägen derzeit die Erwartungen der Anleger.

Der Technologiekonzern stellte kürzlich zwei neue Robotermodelle vor, die Produktionsabläufe beschleunigen und den Energieverbrauch in industriellen Anwendungen weltweit reduzieren sollen. Die Produktneuheiten kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Anleger auf die weitere Entwicklung des Aktienkurses und die Geschäftsaussichten blicken.
Laut «Ad-hoc-News» können die Modelle IRB 1700 und IRB 1700ID Zykluszeiten um bis zu 20 Prozent verkürzen. Gleichzeitig soll ihr Energieverbrauch gegenüber den Vorgängermodellen um bis zu 15 Prozent sinken, was die Effizienz industrieller Prozesse verbessern könnte.
Im zweiten Quartal erzielte ABB einen Umsatz von 9,48 Milliarden US-Dollar und eine operative EBITA-Marge von 20,20 Prozent. Diese Kennzahlen dienen als Vergleichsbasis für die Ergebnisse des dritten Quartals, die ABB am 20. Oktober 2026 veröffentlicht werden.
ABB erwartet starke Elektrifizierungsaufträge
Die UBS rechnet für das dritte Quartal mit einer positiven Auftragsentwicklung und sieht insbesondere im Elektrifizierungsgeschäft Chancen. Analyst Andre Kukhnin bestätigte laut «Börse Global» die Einstufung «Neutral» und hält an seinem Kursziel von 88 Franken fest.
Gleichzeitig stand die ABB-Aktie zuletzt unter Druck, während Sorgen über Inflation und mögliche Zinserhöhungen die internationalen Aktienmärkte belasteten. Ein direkter Zusammenhang zwischen diesen makroökonomischen Entwicklungen und dem Kursrückgang von ABB ist allerdings nicht eindeutig belegt.
Zwischen dem 8. und 14. Oktober kaufte das Unternehmen insgesamt 543’472 eigene Aktien zurück, wie «Börse Global» berichtet. Seit Beginn des Rückkaufprogramms summierten sich die Käufe auf 10’910’970 Aktien, wobei Rückkäufe keine Aussage über die künftige Kursentwicklung erlauben.
Bernstein bleibt bei «Market-Perform»
Auch Bernstein Research hält an seiner Einstufung «Market-Perform» fest und nennt weiterhin ein Kursziel von 80 Franken. Damit fällt die Bewertung vorsichtiger aus als jene der UBS, deren Kursziel bei 88 Franken liegt.
Wie «finanzen.ch» berichtet, sieht Analyst Alasdair Leslie den europäischen Investitionsgütersektor nach sechs Quartalen Aufschwung noch in einer vergleichsweise frühen Phase. Diese Einschätzung deutet darauf hin, dass der Branchenzyklus weiterlaufen könnte, obwohl sich die Entwicklung einzelner Unternehmen unterschiedlich gestaltet.

Für Anleger bleibt entscheidend, ob ABB die Erwartungen an das dritte Quartal erfüllen und seine Geschäftsentwicklung bestätigen kann. Die Zahlen zeigen, wie sich Auftragslage und operative Leistung entwickelt haben und welche Perspektiven ABB für die kommenden Monate erwartet.












