ABB investiert 200 Millionen Dollar in europäische Netztechnologien
ABB investiert in Europa in den Ausbau der Produktion von Mittelspannungstechnologien. Damit soll die Transformation der Stromnetze vorangetrieben werden.

Insgesamt will ABB rund 200 Millionen US-Dollar in den kommenden drei Jahren ausgeben, wie der Technologiekonzern am Montag mitteilte. Davon sind 100 Millionen für den Bau einer neuen Produktionsstätte im italienischen Dalmine vorgesehen, um die steigende Nachfrage nach luftisolierten und SF6-freien (ohne Schwefelhexafluorid-Gas) Mittelspannungsschaltanlagen sowie Leistungsschaltern zu bedienen.
Weitere 100 Millionen Dollar fliessen in Kapazitätserweiterungen an Standorten in Bulgarien, Deutschland, Finnland, Norwegen und Polen. Produziert werden dort unter anderem gasisolierte Schaltanlagen (GIS) und Vakuum-Schaltkammern, sowie Relais, die zur Stabilität und Zuverlässigkeit der Stromverteilung beitragen.
Insgesamt ist laut ABB das Ziel, die Produktionskapazitäten auszubauen, den Übergang zu Stromverteilungstechnologien der nächsten Generation zu beschleunigen und die Versorgung von Kunden, die ihre Energieinfrastruktur modernisieren wollen, zu stärken. Dazu zählt ABB Energieversorger, Industrieunternehmen und den stark wachsenden Markt für Rechenzentren.
ABB stützt sich bei den Investitionen auf Prognosen der Internationalen Energieagentur (IEA), wonach der Anteil von Strom am Endenergieverbrauch von derzeit rund 20 Prozent bis 2030 auf nahezu 30 Prozent steigen dürfte. Dies erfordere den raschen Ausbau der Strominfrastruktur.









