Zwei Jahre nach dem Unwetter: Neue Brücke über Maggia eingeweiht
Im Maggiatal ist am Samstag die neu aufgebaute Brücke bei Visletto eingeweiht worden. Das alte Bauwerk war beim verheerenden Unwetter im Juni 2024 weggespült worden.

Ab 16.30 Uhr werde die Brücke für den Fahrzeugverkehr freigegeben, teilte das Tessiner Departement für Raumentwicklung am Samstag mit.
Mit der Einweihung der neuen Visletto-Brücke werde «ein entscheidender Schritt zur definitiven Wiederherstellung der Strassenverbindung in das obere Maggiatal» vollzogen, hiess es in der Medienmitteilung weiter. Die neue Brücke wurde ein Stück weiter flussaufwärts gebaut. Dieser Entscheid erhöht laut dem Tessiner Bau- und Umweltdepartement die Erosionssicherheit.
Das Bauwerk erstreckt sich über mehr als 150 Meter und besteht aus einer Fahrbahnplatte aus Stahlbeton. Es integriere die notwendigen Vorrichtungen für die Wiederherstellung der technischen Infrastrukturen, darunter Leitungen für die Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung, die Stromversorgung und die Telekommunikation. Die Kosten für das Bauwerk belaufen sich auf 10,5 Millionen Franken und werden vollständig vom Kanton getragen.
Instandstellung geht weiter
Die Fertigstellung der Brücke bildet eine zentrale Etappe, schliesst das Programm zur Instandstellung des Gebiets jedoch noch nicht ab, wie es weiter hiess. Der Massnahmenplan umfasse neben der neuen Strassenbrücke auch Arbeiten zur Verbesserung des Hochwasserschutzes, des Fuss- und Veloverkehrs sowie die Neugestaltung des Ortsteils Visletto.
Die ursprüngliche Visletto-Brücke war in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni 2024 von der angeschwollenen Maggia weggerissen worden. Mehrere Seitentäler waren danach auf dem Landweg vorübergehend nicht mehr erreichbar. Beim Unwetter verloren sieben Menschen ihr Leben, eine Person wird noch immer vermisst.














