Proteste in Frankreich und Deutschland gestartet – Zürich folgt
In ganz Europa gehen Tausende Menschen auf die Strasse. Wir halten im Liveticker auf dem Laufenden.

Jugendproteste in Deutschland gestartet
In mehreren deutschen Städten sind am Samstagnachmittag die Jugendproteste angelaufen. In Berlin, Frankfurt, München, Leipzig und weiteren Städten versammelten sich jeweils mehrere Hundert Menschen. Die Kundgebungen verliefen zum Auftakt friedlich.
Die Initiative «Gen Z regelt» hat in insgesamt 34 Städten zu Demonstrationen aufgerufen. Sie fordert mehr Geld für Schulen, Suchthilfe und Psychotherapie sowie Massnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten. Auch soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz stehen im Fokus.
Eine Wehrpflicht und den Ausbau staatlicher Überwachung lehnt die Initiative ab.
Bis 14 Uhr hatten online mehr als 182'100 Menschen ihre Teilnahme angekündigt. Die offiziell angemeldeten Teilnehmerzahlen liegen allerdings deutlich darunter. Wie viele Menschen tatsächlich demonstrieren, ist noch offen.
Auch in Zürich werden Ausschreitungen befürchtet. Linksextreme Gruppen haben zu einer unbewilligten Kundgebung im Zürcher Kreis 4 auf gerufen.

Der Aufruf wurde auf der Plattform «Barrikade.info» veröffentlicht und unter anderem von der Revolutionären Jugend Zürich über soziale Medien verbreitet. Treffpunkt soll um 22 Uhr sein, ein genauer Ort wurde nicht genannt.
Die Polizei von Paris hat zu Beginn des Tages der landesweiten Proteste mehr als 1.200 Kontrollen in Bahnhöfen und der näheren Umgebung durchgeführt.
Die präventiven Massnahmen dienen dazu, Personen zu erkennen, die gewalttätig werden und die öffentliche Ordnung stören wollen, teilte die Polizeipräfektur auf der Plattform X mit.
Sie will verhindern, dass jemand Feuerwerkskörper, Stichwaffen oder andere verbotene gefährliche Gegenstände in die Demonstrationszüge mitbringt.
In Paris und anderen französischen Grossstädten formieren sich erneut grosse Demonstrationszüge gegen hohe Lebenshaltungskosten und für eine bessere Bildung. Zu den Kundgebungen aufgerufen haben die Gewerkschaften, Schüler- und Studentenorganisationen sowie die Gelbwesten-Bewegung.

Zu den Demonstrationszügen, die sich zumeist am frühen Nachmittag in Bewegung setzen, erwarten die Behörden, wie schon bei Kundgebungen am vergangenen Samstag, mehrere hunderttausend Teilnehmer.






