Zürcher Kinder gestalten Bänkli – Unbekannte versprayen es

Cheri Reinhardt
Cheri Reinhardt

Stäfa,

Drittklässler in Stäfa ZH haben ein «Friedens»-Bänkli gestaltet. Nun wurde es mit schwarzen Sprayereien verunstaltet.

Schulhaus Beewies Stäfa
Die Friedensbank auf dem Pausenplatz Beewies in Stäfa ZH wurde mit schwarzen Kreuzen beschmiert. Kinder hatten sie erst im April gestaltet. - Facebook

Das Wichtigste in Kürze

  • Zürcher Drittklässler gestalteten eine Friedensbank im Rahmen einer Projektwoche.
  • Am Wochenende wurden schwarze Sprayereien auf der Bank entdeckt.
  • Die Gemeinde prüft, ob die Bank mit oder ohne Kinder restauriert wird.

Auf dem Pausenplatz Beewies in Stäfa ZH am Zürichsee haben Unbekannte eine Friedensbank beschmiert. Mit schwarzen Zeichen, die wie Kreuze wirken.

Das Perfide daran: Die Bank hatten Drittklässlerinnen und Drittklässler selbst gestaltet. Sie restaurierten das Möbel im Rahmen einer Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit. Dabei bemalten sie es in Regenbogenfarben und schrieben das Wort «Frieden» in vielen Sprachen darauf.

Stäfa Friedensbank
Die schwarzen Sprayereien auf der Friedensbank erinnern an Kreuze. Die Bank wurde von Drittklässlerinnen und Drittklässlern gestaltet. - Facebook

Am 1. April wurde die Bank eingeweiht. Doch die Freude währte nicht lange.

Am vergangenen Wochenende, rund eineinhalb Monate später, war das Werk dann verunstaltet.

«Die Kinder sind traurig und wütend»

Der Vorfall wurde auf Facebook publik. Nach Informationen von Nau.ch reagierten die Kinder betroffen. Für sie war die Bank ein eigenes Projekt.

Aus dem Schulumfeld heisst es: «Die Kinder sind traurig und wütend. Sie verstehen es nicht, dass man so etwas machen kann.»

Patrick Rüedi, Leiter Bildung der Schule Stäfa, bestätigt gegenüber Nau.ch, dass die schwarzen Zeichen auch intern aufgefallen sind.

«Das haben wir natürlich auch so beobachtet», sagt er. Auf Hinweise für einen okkulten oder symbolischen Hintergrund stiess man nicht. Wer dahintersteckt, ist unklar.

Nicht der erste Vorfall

Laut Rüedi häufen sich auf dem Pausenplatz derzeit Verschmutzungen und leichter Vandalismus: Pizza-Schachteln, Red-Bull-Dosen, beschädigte Velos.

Der Chef vom Hausdienst räumt bei Bedarf sonntags auf, damit das Areal am Montag wieder ordentlich aussieht.

Die Jugendlichen, die sich abends dort treffen, verhielten sich laut Rüedi meist unauffällig. Unrat lassen sie manchmal dennoch zurück.

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Kameras sind beim Schulhaus Beewies deshalb kein Thema, die Lage rechtfertige das nicht. Eine Überwachung wegen beschädigter Velos wurde auch bei anderen Schulstandorten bereits diskutiert, inzwischen aber auch aus verschiedenen Gründen verworfen.

Sprayer bisher nicht angezeigt

Angezeigt wurden die Sprayer bisher offenbar nicht. Die Kantonspolizei Zürich konnte auf Anfrage von Nau.ch keine entsprechende Anzeige sehen. Offen bleibt, ob Schule oder Gemeinde den Vorfall noch melden.

«Es ist natürlich ein bedauerlicher Vorfall», sagt Rüedi. Die Täter hätten sich dabei nichts überlegt.

Die Bank soll wiederhergestellt werden. Ob mit einem Maler oder erneut mit den Kindern, will die Schule nächste Woche klären.

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