Zug

    Zug – Messfehler? Betrunkener Senior will Führerausweis zurück

    Katharina Lehmann
    Katharina Lehmann

    Region Zug,

    Ein 73-jähriger Zuger musste nach einem alkoholbedingten Unfall den Führerausweis abgeben. Er bestreitet jedoch vehement das Ausmass seiner Trunkenheit.

    Alkoholtest Breathalyzer
    Ein Rentner hat wegen Alkohol am Steuer seinen Fahrausweis verloren. Er plädiert auf einen Messfehler. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wegen Trunkenheit am Steuer verlor ein Zuger Rentner seinen Führerschein.
    • Dagegen ging der 73-Jährige gerichtlich vor, die Promille-Zahl sei nicht korrekt gewesen.
    • Dabei bezog er sich auf einen niedrigeren Wert aus dem Spital – dieser war aber falsch.

    Im vergangenen November war ein 73-jähriger Mann aus Zug betrunken mit dem Auto unterwegs und verursachte einen Unfall.

    Daraufhin fand ihn die Stadtpolizei von Affoltern am Albis beim Haus seiner Ex-Frau. Laut dem Portal «Zentralplus» war das Auto total beschädigt, der Fahrer stark angetrunken.

    Hoher Alkoholwert führt zu Führerausweisentzug

    Ihm wurde an Ort und Stelle der Führerschein abgenommen. Eine Blutprobe ergab einen Alkoholwert von 2,14 bis 2,36 Promille.

    Das Strassenverkehrsamt des Kantons Zug bestätigte den Ausweisentzug. Es habe gar einen Verdacht auf ein Alkoholproblem gegeben.

    Senior geht vor Gericht

    Der 73-Jährige zog daraufhin vor das Verwaltungsgericht Zug und stritt ab, dass er so betrunken gewesen sei. Er argumentierte, im Spital, wo er nach dem Vorfall hingebracht wurde, habe man nur 1,4 Promille gemessen. Auch habe er kein Alkoholproblem.

    Ein Blick auf das Austrittsformular des Spitals bestätigt tatsächlich einen Wert von 1,4 Promille. Allerdings waren laut «Zentralplus» bei dem Atemtest im Spital Masseinheiten verwechselt worden. Promille und Milligramm pro Liter waren nicht korrekt.

    Fehler zu seinen Ungunsten

    Durch eine nachträgliche Klärung des Gerichts wurde der Fehler aufgedeckt. Tatsächlich kamen bei der Messung sogar 2,8 Promille raus, als noch mehr als beim ursprünglichen Test.

    Bist du auch schon einmal betrunken Auto gefahren?

    Das Gericht sah damit seinen Billettentzug als gerechtfertigt an und wies seine Beschwerde ab. Der Mann muss nun zusätzliche Gerichtskosten in Höhe von 1200 Franken tragen.

    Kommentare

    User #2795 (nicht angemeldet)

    Offenbar waren die Biergläser schlecht geeicht.

    User #2039 (nicht angemeldet)

    Auch 1.4 Promille ist immer noch fast ein ganzes Promille höher als der erlaubte Wert.

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