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    Zinswende: Immobilienmarkt laut Studie vor Korrektur

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    Zürich,

    Fallende Finanzmärkte, steigende Zinsen und die schwächelnde Wirtschaft könnten eine Zinswende herbeiführen. Der Immobilienboom neigt sich dem Ende zu.

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    Budliger rechnet ab 2025 mit sinkenden Immobilienpreisen. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Renditeliegenschaften dürften wegen weniger attraktiv werden.
    • Grund dafür sind steigende Zinsen, fallende Finanzmärkte und die schwächelnde Wirtschaft.

    Der Immobilienboom nähert sich seinem Ende. Steigende Zinsen, fallende Finanzmärkte und die schwächelnde Wirtschaft dürften Renditeliegenschaften weniger attraktiv machen. Etwas besser präsentiert sich derzeit noch der Markt für privates Wohneigentum.

    Immobilieninvestoren müssten angesichts der Zinswende ihre Anlagestrategie überdenken, teilte das Immobilienberatungsunternehmen IAZI am Mittwoch mit. Denn wegen der gestiegenen Zinsen sind Bundesanleihen wieder eine Alternative. 10-jährige Bundesanleihen werfen wieder mehr als ein Prozent netto ab. «Die Zeiten des Anlagenotstandes sind definitiv ausgeläutet», schreibt IAZI.

    Zinswende ist im Anmarsch

    Dass Renditeliegenschaften an Attraktivität verlieren, zeigt sich laut IAZI an der Preisentwicklung. Einer Preiskorrektur wirke aber derzeit noch entgegen. Sodass die steigenden Zinsen auch einen Anstieg des für die Mieten massgeblichen Referenzzinssatzes bewirkten. Zusammen mit der höheren Inflation erlaube dies eine Anpassung der Mieten.

    Zudem stützten eine hohe Zuwanderung, die Abnahme der Bautätigkeit und die tiefen Leerstände den Markt für Renditeliegenschaften. Dennoch könnte es zu einer Preiskorrektur kommen. Denn Vorsorgeeinrichtungen dürfen nicht mehr als 30 Prozent der Gesamtanlagen in Immobilien investieren. Wenn aber Aktien und Obligationen stark an Wert verlieren, steigt der Immobilienanteil über diese Quote.

    Derzeit ist dies gemäss einer Bankstudie bei rund einem Viertel der Einrichtungen der Fall. Daher könnte es zu Verkäufen kommen, um die Quote wieder zu erfüllen, schreibt IAZI weiter.

    Stabile Lage bei privatem Wohneigentum

    Dagegen präsentiert sich der Markt für privates Wohneigentum etwas freundlicher. Hier habe die Corona-Pandemie vor allem bei Einfamilienhäusern eine wahre Boom-Phase ausgelöst. Auch Eigenheime zur Miete in Bergregionen waren äusserst gefragt.

    Bei Eigentumswohnungen könnte es ab dem vierten Quartal zu einer leichten Preiskorrektur kommen. Darauf deuteten die Transaktionspreise hin. Einfamilienhäuser dürften sich dagegen stabil entwickeln.

    Die Zinswende habe die Situation für Kaufwillige aber erschwert. 10-jährige Festhypotheken kosten mehr als 3 Prozent – viel mehr als noch am Jahresanfang. Und die Zinsen dürften weiter steigen. Viele Eigenheimbesitzer bekämen dies zu spüren, wenn sie ihre Festhypotheken zu höheren Zinsen erneuern müssen.

    Mieten meistens günstiger

    Doch hat der Zinsanstieg noch einen anderen Effekt: Das Mieten einer Wohnung ist in den meisten Gemeinden laut IAZI günstiger geworden ist als ihr Kauf. Dies gilt insbesondere für die Zentren Zürich, Basel, Genferseeraum sowie die Tourismusregionen in Graubünden und des Tessins.

    Dies ist laut IAZI so, obwohl die Zinswende auch die Wohnkosten für Mietende verteuern. Bis auf die Nordwestschweiz und das Tessin sind die Angebotsmieten etwa stark gestiegen. Ein Grund dafür sind die sehr tiefen Leerstandquoten.

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