Bob Dylan: Striktes Handyverbot am Konzert in Zürich
Wer Bob Dylan am Sonntag im Zürcher Hallenstadion erleben will, muss sein Handy wegschliessen. Für die Fans gelten besondere Regeln.

Das Wichtigste in Kürze
- Bob Dylan (85) tritt am Sonntag im Zürcher Hallenstadion auf.
- Smartphones müssen während des Konzerts in verschlossenen Hüllen bleiben.
- Die Besucher müssen früher eintreffen und auf mobiles Bezahlen verzichten.
Wenn die Musiklegende am Sonntag im Zürcher Hallenstadion auftritt, gilt ein striktes Handyverbot. Die Fans sollen sich ganz auf die Musik konzentrieren, statt auf ihre Bildschirme zu starren.
Handys werden in spezielle Taschen gesperrt
Damit sich auch wirklich alle daran halten, werden die Smartphones bereits beim Einlass in spezielle Taschen gesteckt.
Diese sogenannten Yondr-Hüllen bleiben während des gesamten Konzerts verschlossen. Die Besucher dürfen ihre Handys zwar bei sich behalten, können sie aber nicht benutzen.

Die Verschlüsse funktionieren ähnlich wie Diebstahlsicherungen in Kleidergeschäften. Nur mit einem speziellen Magneten lassen sie sich öffnen. Wer dringend telefonieren muss, kann dies in eigens dafür vorgesehenen Bereichen im Foyer tun. Dort öffnen Mitarbeitende die Taschen.
Fans müssen früher zum Konzert kommen
Das Handyverbot bedeutet für die Veranstalter einen erheblichen Mehraufwand. Wie das SRF-«Regionaljournal Zürich Schaffhausen» berichtet, werden dafür 48 zusätzliche Mitarbeitende eingesetzt.
«Einerseits in der Vorbereitung, um das alles aufzugleisen und abzustimmen», erklärt Veranstalter Simon Roth gegenüber SRF. Auch die Kommunikation mit den Ticketkäufern sei aufwendig.

Und am Konzertabend selbst brauche es die zusätzlichen Mitarbeitenden, damit alle rechtzeitig auf ihren Plätzen seien. Deshalb werden die Fans dringend gebeten, spätestens um 19 Uhr beim Hallenstadion einzutreffen.
Bob Dylan beginnt seinen Auftritt pünktlich um 20 Uhr. Eine Vorband gibt es nicht.
Auch beim Bezahlen müssen sich die Besucher umstellen. Twint, Apple Pay oder Google Pay können sie nicht benutzen. Stattdessen müssen Bargeld oder eine Bankkarte mit.
Handyverbot ist im Hallenstadion eine Seltenheit
Für das Hallenstadion ist ein solches Konzert eine Ausnahme. Erst einmal wurde dort ein vergleichbares Handyverbot durchgesetzt – vor rund eineinhalb Jahren bei der Metal-Band Ghost.
Philipp Musshafen, CEO des Hallenstadions, sieht darin grundsätzlich kein Problem. Wichtig sei allerdings, dass die Band selbst das Verbot verlange und nicht der Veranstalter.
Dann werde es vom Publikum auch akzeptiert, erklärt er.
Sein einfachster Tipp an die Konzertbesucher: «Am besten lässt man sein Handy im Auto oder zu Hause.»
Kein Trend für die Zukunft?
Dass nun immer mehr Künstler auf Smartphones verzichten wollen, glaubt Veranstalter Roth allerdings nicht. Gerade bei einem jüngeren Publikum seien Handys längst Teil des Konzerterlebnisses. Teilweise würden sie sogar technologisch in die Shows eingebunden.
Eine Strassenumfrage in Zürich zeigt jedoch, dass auch junge Menschen einem Konzert ohne Smartphone etwas abgewinnen können.
Ein Befragter findet die Idee sogar «doppelt positiv»: Ein tolles Konzerterlebnis und gleichzeitig ein «Handy-Detox».

















