Umbau bei Xbox – Halo geht zu Activision, Obsidian zu Bethesda
Microsoft ordnet Xbox neu: Halo wandert zu Activision, Obsidian zu Bethesda, zugleich fallen 268 Stellen weg.

Microsoft ordnet seine Xbox-Studios erneut grundlegend neu, wie die «Hardwareluxx» berichtet. Besonders betroffen ist die Halo-Reihe, deren Hauptentwicklung künftig bei Activision liegt.
Die bisher zuständigen Halo Studios, ehemals 343 Industries, werden deutlich verkleinert. Das verbleibende Team soll sich vor allem um bereits veröffentlichte Halo-Spiele kümmern.
Bei Activision entsteht dafür eine neue Entwicklergruppe, die organisatorisch unabhängig von den Call-of-Duty-Teams arbeitet. Sie soll sich künftig vollständig auf die Entwicklung neuer Halo-Titel konzentrieren.
Activision übernimmt auch Rare und World's Edge
Activision erhält im Zuge des Umbaus weitere Verantwortungsbereiche, schreibt die «Hardwareluxx». Auch Rare, bekannt für Sea of Thieves, und das für Age of Empires zuständige Studio World's Edge wandern zum Publisher.
Auch bei Obsidian Entertainment ändert sich die Struktur. Das Rollenspielstudio hinter Avowed und The Outer Worlds wird künftig Bethesda unterstellt.
Obsidian soll dort an einem neuen Fallout-Projekt mitarbeiten, das gemeinsam mit den Bethesda Game Studios entsteht. Wie umfangreich die Beteiligung ausfallen wird, ist derzeit noch offen.
268 gestrichene Stellen treffen vor allem Halo Studios
Laut der «GamePro» betreffen die weltweit 268 gestrichenen Stellen vor allem die Halo Studios. Zudem legt Microsoft die beiden Forza-Entwickler Playground Games und Turn 10 zu einem gemeinsamen Studio zusammen.
Undead Labs wurde erfolgreich verkauft und bleibt damit ein eigenständiges Studio. State of Decay 3 erscheint dennoch weiterhin ab dem ersten Tag im Game Pass.
Für Ninja Theory sieht es dagegen deutlich schlechter aus. Ein Verkauf des Hellblade-Studios ist gescheitert, eine Schliessung gilt inzwischen als wahrscheinlich.
Xbox: Zweite Entlassungswelle deutete sich bereits im Juli an
Auch die Zukunft von Arkane bleibt laut «GamePro» weiterhin ungewiss. Bereits im Juli hatte eine erste Entlassungswelle bei Xbox rund 1600 Stellen gekostet.
Damals wurde laut der «GamePro» unter anderem das Studio Double Fine abgestossen. Ein Report der Plattform The Information hatte schon vorab weitere Entlassungen in dieser Woche angekündigt.

Zudem bestätigte der Branchen-Insider Jason Schreier, dass auch Blizzard von der Entlassungswelle betroffen sei. Nach eigenen Angaben ist die angekündigte Neuausrichtung von Xbox laut der «GamePro» inzwischen zu rund drei Vierteln abgeschlossen.















