«Wetterschmöcker» erwarten schlechtes Osterwetter

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Luzern,

Bis auf eine Ausnahme prophezeien die sechs Innerschwyzer «Wetterschmöcker» für Ostern wechselhaftes Wetter oder gar Schneefall. Doch es gibt auch Hoffnung für Sonnenhungrige, welche den Osterstau vermeiden wollen.

Laut den «Wetterschmöckern» sollte man die Sonne an Ostern auf der Alpennordseite geniessen. (Archivbild)
Laut den «Wetterschmöckern» sollte man die Sonne an Ostern auf der Alpennordseite geniessen. (Archivbild) - Keystone/URS FLUEELER

«Wetterschmöcker» Karl Hediger aus Küssnacht erwartet Schnee. An der Herbstversammlung des Meteorologischen Vereins Innerschwyz vom Oktober 2025 erklärte er, dass der Osterhase «Schneeschuhe montieren» müsse, um durch das Zeugs zu kommen, auch werde ihm Bise «um die Löffel pfeifen.» Diese Prognose gilt noch immer, wie Hediger der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Im Winter habe es zu wenig Schnee gegeben, einmal müsse dieser kommen, erklärte der Wetterprophet. Über Ostern werde es bis etwa auf 700 oder 800 Meter hinunter weiss. Hediger wies darauf hin, dass Ostern dieses Jahr eher früh sei. Ab dem 10. April komme dann der Frühling.

Der Ostersonntag fällt 2026 auf den 5. April. «Wetterschmöcker» Martin Holdener aus Schwyz sagte im letzten Herbst denn auch «ziemlich Aprilwetter» voraus. Roman Ulrich aus Bisisthal machte eine ähnliche Prognose: «Der Osterhase muss das Wechselfell mitnehmen».

Auch Ulrich hält an seiner Vorhersage fest, wie er auf Anfrage sagte. «Wir müssen bei unserem Vers bleiben», sagte er. Der Meteorologische Verein wird an seiner Generalversammlung vom 24. April die für das Winterhalbjahr von den Wetterpropheten gemachten Vorhersagen auf ihre Treffgenauigkeit bewerten.

Ulrich macht seine Prognosen auf Basis von Bauernregeln und Bauchgefühl, wie er sagte. Bestärkt, dass das Osterwetter nicht sehr gut sein wird, sieht er sich durch die Tatsache, dass es an Weihnachten nicht schneite. «Grüne Weihnacht, weisse Ostern», zitierte er eine Bauernregel.

«Die Ostern werden rauluftig», prophezeite Silvan Betschart aus Sattel, ein weiterer Innerschwyzer Laienmeteorologe. Optimistischer war sein Kollege Kari Laimbacher aus Rickenbach. «An Ostern zeigt sich die Sonne ein bisschen», hiess es in seiner Prognose, die für den 2. bis 10. April aber grundsätzlich mit «etwas Regen mit Schneefall» ausgeht.

Die Sonnensuchenden müssen auf die Vorhersage von «Wetterschmöcker» Martin Gisler aus Riemenstalden setzen. «Diejenigen, die Sonne geniessen wollen an Ostern, können hierbleiben, statt in den Stau Richtung Süden zu fahren», erklärte er im letzten Herbst.

«Ich hoffe, es wird so», sagte Gisler, der seine Voraussage durch das Beobachten der Natur machte, auf Anfrage. Er schränkte ein, dass die Wetterpropheten die Prognose jeweils lang im Voraus machen müssten.

Der Meteorologische Verein Innerschwyz war 1947 Als «Katholischer Meteorologen-Verein Innerschwyz» im Muotatal gegründet worden. Anlass der Gründung war die Befürchtung, dass mit den Wetterprognosen im Radio das sorgfältige Beobachten der Natur verloren gehen könnte.

Im Frühling und Herbst geben jeweils sechs «Wetterschmöcker» mit Witzen gespickte Prognose für das nächste Halbjahr ab. Zudem wird die letzte Vorhersage ausgewertet. An den Versammlungen nehmen jeweils mehrere hundert Personen teil.

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