Nach einem trockenen März mit vielen Waldbränden wird das Wetter in der Schweiz diese Woche wieder nass. Das Risiko für Brände nimmt somit ab.
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Regentropfen sind an einer Scheibe eines Autos zu sehen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • In den letzten Tagen kam es in der Schweiz zu einigen Waldbränden.
  • Jetzt steht uns ein Wetterumschwung bevor.
  • Eine Menge Regen lässt das Waldbrandrisiko hierzulande sinken und bringt Entspannung.

Am Montag Sonne, am Dienstag Saharastaub, ab Mittwoch Regen und am Samstag sogar Schnee: Das Wetter macht diese Woche, was es will.

Der für seine Wechselhaftigkeit bekannte April kündigt sich mit einem Temperatursturz und einer Menge Regen an. Keine guten Nachrichten für Sonnenanbeter – für die Natur jedoch ein Grund zur Freude.

Denn der März war extrem trocken, was die Waldbrandgefahr deutlich ansteigen liess: Am vergangenen Wochenende fingen mindestens fünf Schweizer Waldstücke Feuer. Und es würden wohl immer mehr werden, würde die Trockenheit anhalten.

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Ein Helikopter bei Löscharbeiten des Waldbrandes oberhalb von Verdasio im Centovalli Tal am 25. März 2022. Ausgebrochen war der Waldbrand am Mittwoch, teilte die Tessiner Kantonspolizei - keystone

Doch jetzt kommt der Regen – Klaus Marquardt von «Meteo News» zufolge ein Glücksfall.

«In Bezug auf die Waldbrandgefahr ist dieser Niederschlag das Beste, was jetzt passieren kann», sagt der Meteorologe gegenüber Nau.ch. «Das Risiko für Waldbrände wird vermindert, die Situation wird sich entspannen.» Ob die Waldbrandgefahr ganz eliminiert wird, könne jedoch noch nicht abgeschätzt werden.

Wetter wird nass – die Böden freut's

Von Mittwoch bis Sonntag könne es je nach Region 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter geben. «Das ist der erste nennenswerte Niederschlag seit langem», so Marquardt.

Am Donnerstag und Freitag soll der Regen sich demnach sehr gleichmässig auf die Schweiz verteilen: «Überall wird es ein paar Liter geben.»

Freuen Sie sich auf den Wetterumschwung?

Weil sich das Wetter dynamisch entwickelt, sei es schwierig vorherzusagen, wo genau es am meisten regnen werde. Für die Verminderung der Waldbrandgefahr ebenfalls wichtig: Um diese nicht nur kurzfristig zu senken, müsse es im April immer wieder mal regnen.

Wald Regen Brand
Eine Frau spaziert mit einem Regenschirm in einem Wald bei Bern. - Keystone

Abschliessend hält der Meteorologe fest: «So eine Trockenphase, die wir jetzt hatten, ist im März besser verkraftbar, als wenn wir sie im April gehabt hätten.» Denn im Verlauf des Frühlings nimmt die Verdunstungsrate von Wasser aufgrund der grösseren Laubdächer zu.

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