Laut dem Weltärzte-Chef müsse die Schweiz über eine 2G-Regel diskutieren. Flächendeckend sollte sie aber nicht eingeführt werden.
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2G auch in der Schweiz? Darüber soll man diskutieren. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweiz müsse über eine 2G-Pflicht diskutieren.
  • Dies fordert der Weltärzte-Chef.
  • Zudem müsse die Gültigkeit des Zertifikats wissenschaftlich begründet werden.

Wegen der stark steigenden Neuansteckungen mit den Corona-Virus muss in der Schweiz die 2G-Regel zum Thema werden. Das sagt Frank Ulrich Montgomery, der Präsident des weltweiten Zusammenschlusses der Ärzteverbände (WMA).

Natürlich müsse das 2G-Zertifikat – also für Geimpfte oder Genesene – nicht flächendeckend eingeführt werden. «Im Zürcher Bankenviertel ziemlich sicher, auf der Rütli-Wiese hingegen kaum.» Dies sagte der Deutsche im Interview mit den Zeitungen von «CH Media» von Freitag.

Frank Ulrich Montgomery
Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery - dpa/AFP/Archiv

Alain Berset glaube nicht, dass in der Schweiz die 2G-Regel nötig werde. Aber in einer Pandemie gebe es immer Ungewissheiten. Dies sagte der Gesundheitsminister am Donnerstag in einer Diskussionsrunde des Onlineportals von «20 Minuten».

Das grenzüberschreitende Skigebiet Samnaun/Ischgl (Ö) hat als erstes Skigebiet in der Schweiz bereits entschieden, die 2G-Zertifikatspflicht einzuführen. In Oberösterreich soll ab Montag zudem ein regionaler Lockdown für Ungeimpfte eingeführt werden.

Weltärzte-Chef: Zertifikats-Gültigkeit muss wissenschaftlich belegt sein

Montgomery sagte ausserdem, dass die Gültigkeitsdauer des Zertifikats nach wissenschaftlichen Kriterien beurteilt werden müsse. Es dürfe nur so lange gültig sein, wie die Immunität der Impfung anhalte.

Was halten sie von einer 2G-Pflicht in der Schweiz?

Wenn wissenschaftlich belegt werden könne, dass man nach sechs Monaten den vollen Impfschutz verliere, müsse die Gültigkeit dann enden. In der Schweiz hat das Zertifikat aktuell eine Laufzeit von 12 Monaten nach der zweiten Impfung.

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