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    Weko stellt Vorabklärungen gegen Swatch-Tochter Nivarox ein

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    Bern,

    Die Wettbewerbskommission verzichtet auf eine Untersuchung gegen Nivarox. Die Swatch-Tochter steht im Verdacht, ihre Marktposition missbraucht zu haben.

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    Die Familie Hayek ist Hauptaktionärin von Swatch. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Weko eröffnet keine Untersuchung gegen die Swatch-Tochter Nivarox.
    • Die Firma stand in Verdacht, ihre dominierende Marktposition missbraucht zu haben.

    Die Wettbewerbskommission (Weko) verzichtet auf eine Untersuchung gegen die Swatch-Tochter Nivarox. Das Unternehmen stand in Verdacht, seine dominierende Marktposition als Zulieferer von Komponenten für mechanische Uhrwerke missbraucht zu haben.

    Nivarox war verdächtigt worden, einerseits die bestellbaren Mengen eingeschränkt und andererseits die Preise ungerechtfertigterweise erhöht zu haben. Die Voruntersuchung sollte auch zeigen, ob Nivarox allenfalls gegen das Kartellrecht verstossen habe. Weiter klärte die Weko die Produktionskapazitäten von Nivarox und die aktuelle Marktposition ab.

    Diese Vorabklärungen wurden nun eingestellt. Zwar bestünden Anhaltspunkte, dass Nivarox im geprüften Zeitraum über eine marktbeherrschende Stellung im Markt für in der Schweiz hergestellte Assortimente verfügt habe, schreibt die Weko in dem auf ihrer Webseite veröffentlichten Bericht. Die Westschweizer Zeitung «Le Temps» berichtete am Samstag zuerst darüber.

    Nivarox muss Verfahrenskosten übernehmen

    Es gebe auch Hinweise, dass Nivarox Handelspartner bei Geschäftsbedingungen diskriminiert habe. Doch «aus Gründen der Verhältnismässigkeit» verzichte die Weko darauf, eine Untersuchung zu beantragen und stelle die Vorabklärung ein. Trotzdem muss das Unternehmen 60 Prozent der Verfahrenskosten in der Höhe von rund 52'000 Franken übernehmen.

    Nivarox beschäftigt über 1000 Mitarbeiter in verschiedenen Werken im Jura. 2020 hatte die Weko eine Untersuchung gegen die Swatch-Tochter ETA abgeschlossen, wobei der Markt der Zulieferer genauer unter die Lupe genommen wurde. Die Weko kam damals laut «Le Temps» zum Schluss, dass es fünf bis acht Jahre bräuchte, um die Kapazitäten von Nivarox zu ersetzen.

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