Microsoft: Weko ermittelt wegen Preiserhöhungen
Die Schweizer Wettbewerbshüter ermitteln gegen den Softwaregiganten Microsoft. Grund daführ sind Preiserhöhungen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Wettbewerbskommission (Weko) ermittelt gegen Softwaregigant Microsoft.
- Grund dafür sind zahlreiche kürzlich vorgenommene Preiserhöhungen.
Die Schweizer Wettbewerbshüter ermitteln gegen den Softwaregiganten Microsoft.
Hintergrund seien die kürzlich vorgenommenen zahlreichen Erhöhungen bei den Lizenzengebühren, heisst es in einem Communiqué der Wettbewerbskommission (Weko) vom Donnerstag.
Diese könnten Hinweise auf unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen darstellen, schreibt die Behörde. Daher sei eine Vorabklärung eröffnet worden.
«Wir müssen nun klären, ob Microsoft überhaupt eine marktbeherrschende Stellung hat», sagte Weko-Direktor Patrik Ducrey auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Nur falls dem so wäre, könnten die Preiserhöhungen missbräuchlich sein.

Ausserdem will der Weko-Chef den Grund für die höheren Lizenzgebühren wissen. «Wenn die Marge ohne verbesserte Leistung ausgeweitet wurde, könnte dies missbräuchlich sein», so Ducrey. Microsoft habe einen entsprechenden Fragebogen erhalten.
Weko prüft Verstoss gegen das Kartellgesetz
Die Preiserhöhungen betreffen laut der Weko insbesondere das Microsoft-Produkt «365». Dieses werde von Unternehmen, zahlreichen Verwaltungen und weiteren Institutionen genutzt. In diesem Zusammenhang seien Anzeigen eingegangen.
Mit der Vorabklärung will die Weko prüfen, ob die Preiserhöhungen Anhaltspunkte für unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen im Sinne des Kartellgesetzes darstellten.
Lägen solche vor, wäre der nächste Schritt die Einleitung einer eingehenden Untersuchung, so die Weko.
Microsoft will kooperieren
Laut Ducrey dauern Vorabklärungen plus/minus ein Jahr. Bestätige sich der Verdacht, wäre der nächste Schritt die Einleitung einer eingehenden Untersuchung.
Der Softwaregigant werde mit der Weko bei ihrer Voruntersuchung kooperieren, sagte ein Sprecher des Konzerns auf Anfrage. Ausserdem hielt er fest: «Microsoft verpflichtet sich zur Einhaltung des schweizerischen Wettbewerbsrechts.»












