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Weko ermittelt gegen Google wegen Android-Voreinstellung

Esada Kunic
Esada Kunic

Bern,

Die Weko hat eine Vorabklärung gegen Google eröffnet. Der Techkonzern schaffte den Auswahlbildschirm für Suchmaschinen auf Android-Geräten in der Schweiz ab

weko google
Google schafft den Auswahlbildschirm für Suchmaschinen auf Schweizer Android-Geräten ab – die Weko reagiert mit einer Vorabklärung wegen möglichem Kartellrechtsverstoss. - keystone

Die Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) hat am Dienstag eine Vorabklärung gegen Google eingeleitet, wie «swissinfo.ch» berichtet. Auslöser ist die Abschaffung des sogenannten «Choice Screen» auf Android-Geräten in der Schweiz.

Diese Funktion erlaubte Nutzerinnen und Nutzern bisher, bei der Ersteinrichtung ihres Geräts eine Standard-Suchmaschine frei zu wählen. Ohne sie wird bei neuen Android-Geräten in der Schweiz automatisch Google als Standardsuchmaschine festgelegt.

Sollte Google in der Schweiz denselben Auswahlbildschirm für Suchmaschinen anbieten wie in der EU?

Im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ist der «Choice Screen» hingegen weiterhin verfügbar. Diese unterschiedliche Behandlung der Schweiz gegenüber dem EWR ist ein zentrales Element der Untersuchung, wie «swiss-press.com» berichtet.

Weko sieht bei Google möglichen Verstoss gegen Kartellgesetz

Standardeinstellungen spielen in digitalen Märkten eine entscheidende Rolle, betont die Weko. Laut der Behörde, zitiert von «swissinfo.ch», könnte die Abschaffung der Funktion die Sichtbarkeit konkurrierender Suchmaschinen bei der Geräteeinrichtung einschränken.

Weko-Vizedirektor Olivier Schaller erklärt den regulatorischen Hintergrund: Google begründe den Unterschied zur EU mit dem dort geltenden Digital Markets Act. «Die Grundidee des Digital Markets Act ist aber vergleichbar mit Elementen unseres Kartellgesetzes», sagte Schaller gemäss «persoenlich.com».

Die Vorabklärung soll nun klären, ob ein Verstoss gegen das Schweizer Kartellgesetz vorliegt. Mögliche Konsequenzen wären Bussen, Verbote oder eine einvernehmliche Einigung zwischen den Parteien.

Google kooperiert – Apple könnte folgen

Ein Sprecher von Google Schweiz wollte sich inhaltlich nicht zu den Vorwürfen äussern. «Wir sichern der Behörde aber unsere vollumfängliche Kooperation zur Klärung ihrer Fragen zu», sagte er laut «persoenlich.com».

Mit schnellen Ergebnissen sei nicht zu rechnen: Die Vorabklärung werde voraussichtlich einige Monate dauern, so Schaller. Danach werde über die Eröffnung eines formellen Verfahrens entschieden.

Die Untersuchung könnte über Google hinausgehen. Schaller deutete an, dass die Erkenntnisse auch für Voreinstellungen auf anderen Mobilgeräten relevant sein könnten: «Hier denken wir an Apple

Kommentare

User #5607 (nicht angemeldet)

Verstehe die Aufregung nicht. Selber schuld, wer sich Android-Schrott kauft.

User #4704 (nicht angemeldet)

Ich bin links und glaube fest daran, dass es was bringen wird und google schon schlotternde knie hat.

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