Die Maskenpflicht erleichtert illegalen Tabakverkauf an unter 16-Jährige. Seit Jahresbeginn ist eine deutliche Zunahme zu erkennen.
Maskenpflicht Zürich
Wer im Kanton Zürich einkauft, muss aufgrund des Coronavirus weiterhin eine Maske tragen. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Das Wichtigste in Kürze

  • Der illegale Tabak-Verkauf an unter 16-Jährige hat 2021 im Kanton Zürich zugenommen.
  • Verantwortlich dafür wird die Maskenpflicht gemacht.
  • Die Kundschaft soll sich laut ZFPS deshalb immer ausweisen müssen.

Im Kanton Zürich hat der verbotene Verkauf von Tabakprodukten an unter 16-Jährige seit Anfang Jahr massiv zugenommen: Er stieg von 17 Prozent im Jahr 2020 auf 57 Prozent im Jahr 2021. Als Grund vermuten Fachleute die Maskenpflicht.

Diese mache es schwieriger, das Alter der Kundinnen und Kunden einzuschätzen. Das teilte die Zürcher Fachstelle zur Prävention des Suchtmittelmissbrauchs (ZFPS) am Montag mit. Sie empfehle darum, die Kundschaft beim Tabakkauf immer nach einem Ausweis zu fragen.

Zur Erhebung der Daten hat das Blaue Kreuz im Auftrag des Kantons Testkäufe durch Jugendliche durchführen lassen. Die Jugendliche versuchten dabei niemals, älter zu erscheinen, als sie wirklich waren. Das ist der Mitteilung zu entnehmen.

Bei Fragen nach ihrem Alter gaben sie zudem immer wahrheitsgetreu Auskunft. Die Testkäufe fanden von Januar bis April 2021 statt. Läge die hohe Tabakverkaufsquote tatsächlich an den Masken, sollte sie sich wieder deutlich verbessern, wenn die Maskenpflicht fällt. Das heisst es in der Mitteilung weiter.

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