Stadt Zürich

Stahlbaufirma ist wegen Streit mit Zoo Zürich in Nachlassstundung

Keystone-SDA Regional
Keystone-SDA Regional

Zürich,

Die Stahlbaufirma Baltensperger AG ist nach einem Streit mit dem Zoo Zürich in provisorischer Nachlassstundung. Das Bezirksgericht Bülach hat diese bis April 2026 gewährt. Über 70 Arbeitsplätze sind in Gefahr.

So soll die Pantanal-Voliere im Zoo Zürich einmal aussehen. Aktuell schwelt ein Streit mit der beteiligten Stahlbaufirma.
So soll die Pantanal-Voliere im Zoo Zürich einmal aussehen. Aktuell schwelt ein Streit mit der beteiligten Stahlbaufirma. - Keystone/ZOO ZUERICH/REGION FIVE MEDIA

Das Gericht gewährte die provisorische Nachlassstundung ab dem 23. Dezember, wie dem Amtsblatt des Kantons Zürich vom Montag zu entnehmen ist.

Die Firma aus Höri kann nun nicht mehr betrieben werden. Je nach Verlauf kommt es zu einer definitiven Nachlassstundung. Diese kann mit der Sanierung der Firma enden. Am Ende des Prozesses kann aber auch der Konkurs des Unternehmens stehen.

Die Baltensperger AG geriet mit dem Zoo Zürich in einen Streit um den Bau der Pantanal-Voliere. Die Voliere entsteht auf einer Fläche von 11'000 Quadratmetern und erfordert laut dem Zoo zehn Stahlbögen, die ein 1400 Tonnen schweres Gitternetz tragen und bis zu 35 Meter in die Höhe ragen.

Die Eröffnung war ursprünglich auf 2028 angesetzt. Der Zoo beendete die Zusammenarbeit mit der beteiligten Stahlbaufirma aber kürzlich. Die Firma habe die gewünschten Anforderungen sowohl technisch als auch terminlich und finanziell nicht erreicht. Wann die Voliere eröffnet werden kann, ist unklar.

Das Unternehmen wehrte sich und gab an, das Projekt habe sich weit über den ursprünglich definierten Rahmen hinaus entwickelt. Dennoch sei es in der Lage, das Projekt umzusetzen.

Im Januar sind weitere Gespräche zwischen dem Zoo Zürich und der Baltensperger AG angesetzt. Zu einem Vermittlungsangebot des Stahlbau-Branchenverbands äusserte sich der Zoo wegen der laufenden Gespräche bisher nicht.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #5037 (nicht angemeldet)

Was stimmt hier nicht? In wieweit hat sich der Auftrag "irgendwie" erweitert? Bei einem Vertrag erweitert sich nix irgendwie weiter. Es wird eine Leistung gefordert und der Vertragspartner hat zugestimmt. Wird der Vertrag einseitig geändert ist er nichtig. ( das 4 Millio. Konto) sind beide Partner an einer Änderung interessiert gibt es einen neuen Vertrag. Irgendwas wurde hier gemauschelt und jeder zeigt mit dem Finger auf den Anderen. Die Baufirma hat wohl die Verantwortung für ihre Mitarbeiter kurzfristig hintenangestellt. Und der Zoo sich in realitätsfremden Dimensionen gesuhlt.

User #1133 (nicht verifiziert)

Unter dem langjährigen Zoodirektor Dr. Alex Rübel wäre so ein Verhalten nie aufgekommen.

Weiterlesen

crans kerzers
323 Interaktionen
Tourismus
Monti
44 Interaktionen
Vorsicht, Betrug!

MEHR AUS STADT ZüRICH

WM 2026
14 Interaktionen
Demo in Zürich
-
18 Interaktionen
Im Netz
7 Interaktionen
Zürich
Spar
220 Interaktionen
Morgens zu