Walliser Winzer schützen ihre Weinberge vor Traubendieben

    Keystone-SDA
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    Sion,

    In den Walliser Weinbergen treiben Traubendiebe ihr Unwesen. Seit Beginn der Weinlese im September sind bereits rund 1,5 Tonnen Trauben gestohlen worden.

    Traubendiebe
    Ein Polizist inspiziert den Diebstahl von Weintrauben in Chamoson VS. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Traubendiebe machen das Wallis unsicher.
    • Es wurden insgesamt bereits 1,5 Tonnen Weintrauben entwendet.
    • Die betroffenen Winzer haben die Polizei eingeschaltet.

    In Chamoson VS werden die Weinberge bewacht, als wären sie Fort Knox. Das hat seinen Grund: Seit Beginn der Weinlese wurden ganze 1,5 Tonnen Weintrauben entwendet. Sieben Traubendiebe wurden im Zentralwallis bereits gemeldet.

    Zwei in Saillon, zwei in Savièse, einer in Conthey, einer in Chamoson und einer in Grimusuat. Das verkündete ein Sprecher der Walliser Kantonspolizei. Die Menge der gestohlenen Trauben wird auf insgesamt rund 1500 Kilo geschätzt, davon allein in Chamoson 600 Kilo.

    In den Walliser Weinbergen werden jedes Jahr Traubendiebstähle festgestellt. Aber dieses Jahr, wo die Ernte aufgrund des schlechten Wetters schlechter ausfallen wird, hat Chamoson Gegenmassnahmen ergriffen.

    Es wurden nächtliche Patrouillen mit Nachtsichtgeräten eingeführt

    «Die Winzer befürchten, dass die Versuchung des Diebstahls zu gross ist. Sie haben die Behörden gebeten, zu reagieren», sagt der Gemeindepräsident von Chamoson, Claude Crittin. Die grösste Weinbaugemeinde des Wallis hat ein Verbot zum Betreten der Weinberge verhängt. Ausserdem wurden nächtliche Patrouillen eingeführt.

    Traubendiebe
    Überwachung am Tage: ein Wächter sucht die Weinberge in Chamoson mit dem Feldstecher nach möglichen Dieben ab. - sda - KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

    Diese sind mit Nachtsichtferngläsern und einer Wärmebildkamera ausgestattet. Damit man die 4,3 Millionen Quadratmeter Weinberge in der Gemeinde schneller absuchen zu können. «Tagsüber wird die Überwachung mehr oder weniger von den Winzern übernommen», fügt Crittin hinzu.

    Witterung führt ebenfalls zu einem Verlust der Ernte

    Nach Frost, Hagel und Mehltau rechnen die Winzer mit einem Rückgang der Ernte. Die durch die Launen der Natur verursachten Schäden sind jedoch noch nicht genau bezifferbar.

    Während einige Winzer einen Teil ihrer Trauben verloren haben, verzeichnen andere laut dem kantonalen Weinbauamt «gute Ernten». Es sei noch zu früh, eine Bilanz zu ziehen.

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