Ex-Polizist wegen Parkuhren-Plünderung vor Baselbieter Strafgericht

Keystone-SDA
Keystone-SDA, Nicolas Eggen

Muttenz,

Ein ehemaliger Polizist muss sich heute wegen jahrelanger Plünderung von Parkuhren vor dem Strafgericht Basel-Landschaft verantworten.

kapo basel
Ein Polizist soll 500'000 Franken aus Parkuhren geplündert haben. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Einem ehemaligen Polizist wird vorgeworfen, jahrelang Parkuhren geplündert zu haben.
  • Er soll 500'000 Franken eingesteckt und so seine Casinobesuche finanziert haben.
  • Heute muss er sich vor dem Strafgericht Basel-Landschaft verantworten.

Ein ehemaliger Polizist muss sich am Mittwoch wegen jahrelanger Plünderung von Parkuhren vor dem Strafgericht Basel-Landschaft verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft im vor, während etwa 18 Jahren in Laufen insgesamt rund 500'000 Franken entwendet zu haben.

Das Geld soll er unter anderem für seine Casino-Besuche in Basel und im Jura verwendet haben. Das heisst es in der Anklageschrift. Der heute 67-Jährige arbeitete während 22 Jahren als Stadtpolizist in Laufen. Dort war er unter anderem mit der Aufgabe betraut, Münzbehälter der Parkuhren zu leeren.

Wann er damit begonnen haben soll, das Bargeld selbst einzustecken, ist nicht ganz klar. Möglicherweise begann er im Jahr 2003 oder 2005. Erst bezahlte er gemäss Anklageschrift nur einen kleinen Teil davon auf das Konto der Stadt Laufen ein. Ab 2013 mit einer Ausnahme dann gar nichts mehr, wie weiter aus de Anklageschrift hervorgeht.

Die Staatsanwaltschaft rechnet damit, dass der Beschuldigte zwischen 2010 und 2021 insgesamt bis zu 487'000 Franken abgezweigt hat. Die Stadt Laufen macht einen Schaden von fast 539'000 Franken geltend und stellt eine entsprechende Entschädigungsforderung.

Der ehemalige Stadtpolizist ist wegen mehrfacher qualifizierter Veruntreuung und eventuell gewerbsmässigen Diebstahls angeklagt. Der Prozess ist auf einen Tag angelegt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #4301 (nicht angemeldet)

Casinos sollte man längst verbieten in der Schweiz aber ausgerechnet in Basel sitzt die oberste Casino Aufsicht, die an diesen Süchtigen Geld verdient.

User #4301 (nicht angemeldet)

Schon wieder Basel??? Basel scheint eine extreme Kriminalität anzuziehen und wenn Polizisten sogar mitmachen, muss das System der Polizei schleunigst reformiert werden.

Weiterlesen

parkuhr
28 Interaktionen
Fürs Casino
Brand Staufen
3 Interaktionen
Brand in Laufen

MEHR AUS BASELLAND

Kantonspolizei Basel-Landschaft
9 Interaktionen
Sissach A2
Handschellen
1 Interaktionen
Birsfelden BL
2 Interaktionen
Im Jahr 2025
Aesch
Aesch BL