Wintersturm: Walliser Dorf wird wegen Lawinengefahr evakuiert
In der Schweiz herrscht stürmisches und in höheren Lagen schneereiches Wetter. Die Lawinengefahr ist hoch. Das Neuste dazu liest du im Ticker von Nau.ch.

Das Wichtigste in Kürze
- Wind, Regen und Schnee prägen den Wochenbeginn in vielen Regionen.
- In den Alpen fällt bis Mittwoch nochmals viel Neuschnee.
- Die Lawinenwarnstufe hat sich in den Alpen auf die zweithöchste Stufe erhöht.
In der neuen Woche erwartet die Schweiz ein wechselhaftes und teils stürmisches Wetter.
Eine Warmfront brachte in der Nacht auf Montag verbreitet Niederschläge.
Dazu zieht ein Tief nördlich der Schweiz durch und sorgt bis Dienstag für kräftigen Wind und feuchte Luft am Alpenraum.
Das Neuste zum stürmischen Winterwetter liest du im Ticker von Nau.ch:
Walliser Dorf wird evakuiert
10.17: Wegen der starken Windböen und der grossen Lawinengefahr muss das Dorf La Fouly im Kanton Wallis evakuiert werden.

Ebenfalls betroffen sind das Dorf Ferret, sowie die Weiler Clou und Les Granges. Insgesamt sind es rund 50 Bewohnende, die ihre Häuser verlassen mussten. Sie seien bereits am Vortag informiert worden, so der Gemeindepräsident.
Auch der Zugang zur Langlaufloipe und zum Schneeschuhwanderweg ist verboten, schreibt die Kantonspolizei Wallis.

Die Evakuation gilt ab 11 Uhr des heutigen Montags und bleibt bis auf weiteres, aber sicher bis Mittwochmorgen bestehen.
Es handle sich jedoch nur um eine präventive Massnahme, erklärte der Gemeindepräsident.
Zug wegen Lawine entgleist
08.18: In Goppenstein VS ist am Montagmorgen ein BLS-Zug wegen einem Lawinenniedergang entgleist. Zur Zeit des Unglücks sassen rund 80 Personen im Zug. 30 konnten inzwischen evakuiert werden.

Ein Einsatz der Rettungsdienste läuft. Die Kantonspolizei Wallis rechnet mit verletzten Personen.
«Es sind zahlreiche spontane mittlere und grosse Lawinen zu erwarten»
08.02: Im Zuge der starken Schneefälle hat das Schweizer Lawinenbulletin die Lawinenwarnung angehoben. Neu liegt diese auf der zweithöchsten Stufe.
Das bedeutet, dass Lawinen leicht ausgelöst werden oder spontan abgehen können. Zudem können bei einer Lawine auch tiefere Schichten der Schneedecke mitgerissen werden.

«Es sind zahlreiche spontane mittlere und grosse Lawinen zu erwarten», heisst es in der Warnung. «Vereinzelt sind aber auch sehr grosse Lawinen möglich.»
Die Lawinengefahr werde im Tagesverlauf wegen des starken Schneefalls wohl noch zunehmen, so die Warnung des Lawinenbulletins. Abseits der gesicherten Pisten seien «die Verhältnisse kritisch».
Es schneit weiter
07.16: Auch am Dienstag und Mittwoch bleibt das Wetter unbeständig. Es ist wechselnd bewölkt mit zeitweiligem Regen oder Schnee. Besonders in den Alpen schneit es weiter, in hohen Lagen erneut mit 20 bis 50 Zentimetern Neuschnee.

Die Schneefallgrenze liegt am Dienstag um 700 Meter. Am Mittwoch kann es vor allem in der Ostschweiz nochmals bis ins Flachland schneien.
Dazu bleibt es am Dienstag windig, in erhöhten Lagen weiterhin mit Sturmböen. Die Höchstwerte liegen im Flachland meist zwischen 5 und 9 Grad.
Am Montag: Bis zu 60 Zentimeter Neuschnee in den Alpen
06.33: Im Laufe des Montags pendelt sich die Schneefallgrenze laut «SRF Meteo» zwischen 700 und 1000 Metern ein. Die Temperaturen sinken auf 0 bis 3 Grad.
Tagsüber zeigt sich der Himmel wechselnd bewölkt, immer wieder gehen Schauer nieder. Gleichzeitig frischt der Wind deutlich auf. Im Flachland sind Böen zwischen 50 und 80 km/h möglich, auf dem Jura sogar bis zu 120 km/h. Dort werden zudem 10 bis lokal 30 Zentimeter Neuschnee erwartet.
In den Alpen fällt am Montag zeitweise anhaltend Schnee oder Regen. Oberhalb von rund 700 bis 1000 Metern kommen bis am Abend verbreitet 20 bis 60 Zentimeter Neuschnee zusammen.
In höheren Lagen sind Sturm- bis Orkanböen möglich. Die Höchstwerte liegen demnach zwischen 5 bis 8 Grad, während die Temperaturen auf 2000 Metern um -3 Grad liegen.












