Viele Verletzte nach Brand in Crans-Montana weiterhin in Behandlung

Keystone-SDA
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Crans-Montana,

Zweieinhalb Wochen nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS befinden sich laut aktuellen Angaben noch 28 Betroffene in Schweizer Spitälern, weitere wurden in spezialisierte Rehabilitationskliniken verlegt. Zudem werden 38 Verletzte im Ausland behandelt – darunter 15 Schweizer Staatsangehörige.

Crans-Montana Bar Feuer
Juristisch war die Tragödie ein Unfall, so ein Exerperte. - keystone

Wie mehrere Schweizer Spitäler der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montag bestätigten, ist die Zahl der Patientinnen und Patienten in den vergangenen Tagen zurückgegangen.

Im Walliser Spitalverbund werden derzeit noch vier Personen behandelt. Alle befinden sich ausser Lebensgefahr. Anfang der Vorwoche waren es noch zehn gewesen. Die Betroffenen erhalten weiterhin tägliche Pflege in der rekonstruktiven Chirurgie, etwa durch Hauttransplantationen und Verbandswechsel, und werden psychologisch begleitet. Patienten, die das Spital zuletzt verlassen konnten, wurden in die Rehabilitationsklinik Clinique romande de réadaptation in Sitten überführt.

Am Universitätsspital Lausanne (Chuv) bleibt die Zahl der Hospitalisierten seit rund zwei Wochen unverändert: Neun Verletzte befinden sich dort weiterhin in stationärer Behandlung. In Genf werden zwei Betroffene in den Universitätsspitälern (HUG) versorgt.

In der Deutschschweiz betreut das Universitätsspital Zürich noch sechs Verletzte. Sie befinden sich laut Spital weiterhin in einer kritischen Behandlungsphase. Fünf weitere junge Opfer werden am Kinderspital Zürich behandelt, deren Zustand gilt ebenfalls als kritisch. Zudem werden im Universitätsspital St. Gallen zwei Verletzte versorgt.

Auch im Ausland bleiben zahlreiche Betroffene hospitalisiert. Nach den zuletzt verfügbaren Zahlen von vergangenem Mittwoch befinden sich 16 Patientinnen und Patienten in Frankreich – darunter sieben Schweizer (eine Person mit doppelter Staatsbürgerschaft) und neun Franzosen. Neun Verletzte, allesamt Italiener, werden in Italien behandelt.

In Deutschland werden sieben Opfer betreut, darunter drei Schweizer, zwei Serben, ein Australier und ein Franzose. In Belgien befinden sich sechs Verletzte in Spitalpflege – fünf Schweizer (darunter eine Person mit doppelter Staatsbürgerschaft) und ein Franzose.

Die Zahlen stammen vom Nationalen Netzwerk für Katastrophenmedizin Katamed. Diesem gemäss werden derzeit 15 Schweizerinnen und Schweizer ausserhalb der Landesgrenzen behandelt.

Kommentare

User #1780 (nicht angemeldet)

Es wird nach dem Schuldigen gesucht. Wie sieht es mit der Gemeinde aus, die eine leicht entflambare Deckenverkleidung, und ungeschulten Personal zugelassen hatte. Wozu Feuerschutzgesetze wenn sie so lasch angewendet werden? Es scheint hier mehere Ursachen zu haben...alle Involvierte müssten für ihren Teil gerade stehen und nicht anderen in den Schuhen schieben. Nur so kann ein Wiederholungsfall verhindert werden.

User #2939 (nicht angemeldet)

Ich werde niemals mehr ins Wallis in die Ferien gehen und finde es gut, dass die Gäste ihre Buchungen stornieren! Nach dem Unglück am Staudamm von Mattmark hat es 60 Jahre gedauert, bis sich die offizielle Schweiz entschuldigt hat. Wie lange dauert es wohl dieses Mal? Simone Kägi

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