US-Professoren und -Studis bewerben sich an ETH

Etienne Sticher
Etienne Sticher

Prättigau,

Bei der ETH bewerben sich wegen Trumps Kampf gegen Elite-Unis viel mehr US-Professoren und Studenten. Laut ETH-Präsident Mesot ist das aber nicht gut.

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Die ETH erlebt einen Zustrom von US-Professoren und -Studierenden. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Immer mehr US-Professoren und -Studenten bewerben sich wegen Trump bei der ETH.
  • Laut ETH-Präsident Mesot ist das für die Hochschule aber nicht gut.
  • Er ist aktuell beim WEF, um sich mit den Präsidenten der US-Unis auszutauschen.

Donald Trump hat auch den US-Eliteunis, allen voran Harvard, den Kampf angesagt. Staatliche Gelder werden je nach politischer Ausrichtung von Forschungsprogrammen gekürzt. Das hat Folgen auch für die Schweiz, wie ETH-Präsident Joël Mesot gegenüber SRF erklärt.

Was in den USA abgeht, sei nicht nur für die USA ein Problem, sagt er. «Die USA sind stark, und wenn so etwas bei einem starken Partner geschieht, hat das auch Konsequenzen für uns.»

So hat die ETH viel mehr Bewerbungen von Professoren aus den USA erhalten – «doppelt so viele wie vorher». Auch wollten Studenten aus den USA in Zürich ein Studium machen. Mesot sagt: «Das ist etwas Neues.»

Kurzfristig könne man sich bei beidem denken, dass es etwas Gutes sei, eine Chance für die Schweiz. «Aber für die ETH ist das langfristig natürlich ein Verlust, auch für die gesamte weltweite Wissenschaftsgemeinschaft. Das ist nicht gut.»

Das Problem müssten die USA selbst lösen. «Wir werden uns nicht einmischen und ihnen sagen, wie es gehen soll.» Die ETH aber unterstütze gemeinsame Projekte und sei ein «sehr gefragter Partner».

Wichtiger Austausch am WEF

Joël Mesot ist diese Woche in Davos GR beim WEF. Viele der Partner der Schweizer Hochschule seien ebenfalls hier, erklärt er seine Anwesenheit. Es gebe die Möglichkeit, sich zu treffen, Themen zu vertiefen und neue Kooperationen zu beginnen.

Hast du studiert?

Auch die Präsidenten der Top-Universitäten der USA seien in Davos. Man tausche sich aus und schaue auch, welche Lösungen es für welche Herausforderungen gebe. Und der Umgang der Trump-Regierung mit den Elite-Unis und den Fördergeldern sei «natürlich» ein Thema.

Kommentare

User #3975 (nicht angemeldet)

Na dann ist ja mal klar was für Akademiker da ein Plätzchen suchen...

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