Unwetter: Sensoren sollen Hagel messen und Schäden verringern

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Um die Vorhersage von Hagel zu verbessern und so die Schäden zu reduzieren, soll in der Schweiz ein Hagelmessnetz entstehen.

    Auch am Mittwoch hagelte es wieder. Die Versicherungen rechnen mit Schäden in Millionenhöhe.
    Auch am Mittwoch hagelte es wieder. Die Versicherungen rechnen mit Schäden in Millionenhöhe. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In der Schweiz sollen neu 80 Hagelsensoren installiert werden.
    • Mit diesen soll Hagel besser vorhergesagt werden können.
    • Auch die Versicherungen beteiligen sich an den Kosten des Systems.

    Hagel ist in der Schweiz für Versicherer die zweitteuerste Naturgefahr nach Hochwasser. Um die Vorhersage von Hagel zu verbessern und letztlich die Schäden zu reduzieren, soll nun ein Hagelmessnetz entstehen. Hinter diesem Vorhaben stehen Forscher der Universität Bern, die Versicherungsgenossenschaft Mobiliar und MeteoSchweiz.

    Das geplante Hagelmessnetz soll aus insgesamt 80 vollautomatischen Hagelsensoren bestehen. Diese messen die Korngrösse, Aufprallenergie und den Zeitpunkt des Hagelschlags.

    Emmental und Entlebuch zuerst

    Bereits in den nächsten Wochen werden die ersten Sensoren installiert, zuerst im Emmental und im Entlebuch. Die weiteren «Hagel- Hotspots» Jura und Südtessin sollen folgen. Diese vier Regionen sind in der Schweiz am stärksten von dem Wetterphänomen betroffen.

    Die Hagelforschung und MeteoSchweiz setzen demnach künftig auf eine Kombination aus Wetterradardaten, Beobachtungen aus der Bevölkerung, Meldungen von Hagelschäden an Fahrzeugen, Gebäuden und in der Landwirtschaft – und neu auf die Daten der automatischen Hagelsensoren. Diese wurden von inNet Monitoring in Altdorf UR entwickelt.

    Mobiliar zahlt eine Million an Installation

    Nicht zuletzt weil die Sensoren die Hagelwarnungen verbessern und damit die Schäden reduzieren sollen, beteiligt sich die Mobiliar mit einer Million Franken an der Installation der Sensoren.

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    Für Schäden in zweistelliger Millionenhöhe hat allein am letzten Mittwoch eine Gewitterlinie gesorgt, die am Nachmittag und Abend über die Schweiz hinweggezogen war.

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