Umweltorganisationen fordern rasche Umsetzung des Klimaschutzes
Vor genau drei Jahren hat die Schweizer Bevölkerung an der Urne Ja zum Klimaschutz-Gesetz gesagt.

23 Umwelt- und Entwicklungsorganisationen sowie verschiedene Parteien fordern jetzt von Bund und Kantonen mehr Anstrengungen, um diesen Volkswillen umzusetzen.
Am 18. Juni 2023 sagte die Stimmbevölkerung deutlich Ja zum Klimaschutz-Gesetz und damit Ja zum Ausstieg aus Öl und Gas sowie zu einer klimaneutralen Schweiz bis spätestens 2050. Drei Jahre später drohe die Schweiz das erste Zwischenziel auf diesem Weg massiv zu verfehlen, heisst es in einer gemeinsamen Medienmitteilung von Parteien, Entwicklungshilfe- und Umweltorganisationen vom Donnerstag.
Die Schweiz sei nämlich weit davon entfernt, bis 2030 ihre Emissionen zu halbieren. Aktuell betrage die Reduktion lediglich 27 Prozent. Die Schweiz sei weiterhin stark abhängig von Öl und Gas aus dem Ausland und importiere rund zwei Drittel ihres Energiebedarfs.
Die Antwort auf die aktuelle Ölpreis-Krise laute: Weg von Öl und Gas, Umstieg auf heimische erneuerbare Energien, lässt sich Oliver Daepp, Geschäftsleiter des Vereins Klimaschutz Schweiz, in der Mitteilung zitieren. Alleine mit den 5 Milliarden Franken, die die Schweizer Bevölkerung dieses Jahr für den Preisanstieg durch den Iran-Krieg bezahlen werde, könnten rund 100’000 Öl- und Gasheizungen ersetzt und damit die Kantone Luzern, Graubünden, Freiburg und Schwyz unabhängig von fossilen Heizungen gemacht werden.
Mit ihrem Appell fordern die 23 Organisationen und Parteien Massnahmen, um den Ausstieg aus Öl und Gas zu beschleunigen. Sofortmassnahmen, insbesondere im Bereich Gebäude, Verkehr und Energie, könnten von Bund und Kantonen rasch umgesetzt werden. So indem beispielsweise das Solarpotenzial auf bestehender Infrastruktur ausgenutzt und die aktuellen Standards der Energiegesetze in allen Kantonen umgesetzt würden.






