Umstrittener Heiler Braco tritt jetzt in Zürcher Hotel auf
Das Volkshaus Zürich hat Esoteriker Braco den Riegel geschoben. Im Zürcher Hotel Crowne Plaza hat er aber bereits einen neuen Standort gefunden.

Das Wichtigste in Kürze
- Das Volkshaus Zürich vermietet seine Räume nicht mehr dem kroatischen Heiler Braco.
- Bereits am Samstag tritt Braco wieder in Zürich auf.
- Das Hotel Crowne Plaza bietet ihm eine neue Plattform.
Das Volkshaus Zürich erntete kritische Blicke. Dafür sorgte Braco regelmässig.
Der kroatische Esoteriker, der mit bürgerlichem Namen Josip Grbavac heisst, hielt dort jahrelang Sessions ab. Im Stundentakt konnten sich die Besuchenden für rund 20 Franken von seinem «stillen Blick» anstarren lassen.
Letzten Herbst schob das Volkshaus dem umstrittenen Heiler den Riegel, wie Nau.ch berichtete.
«Anlässe mit einem unrealistischen Heilversprechen im Volkshaus können nicht mehr durchgeführt werden.» Dies sagte die Betriebskommission damals. Es würden keine neuen Reservationen mehr angenommen.
Sessions am Samstag
Sektenexperte Hugo Stamm war überzeugt, dass Braco in Zürich schon bald einen neuen Veranstaltungsort finden würde.
«Vermieter sind froh, wenn sie Säle belegen können», sagte Stamm. Braco habe ein angestammtes Publikum aus der Esoterikszene, das zu seinen Veranstaltungen pilgere. Deshalb seien seine Auftritte seit Jahren gefragt.
Tatsächlich ist Braco bereits wieder fündig geworden. Am Samstag hält er seine Sessions von 9 bis 15 Uhr im Hotel Crowne Plaza in Zürich ab.
«Elegante Veranstaltungsräume»
Das Vier-Sterne-Hotel gehört zur Intercontinental Hotels Group. Es liegt an der Badenerstrasse – mit dem ÖV rund zehn Minuten vom alten Standort entfernt.
Das Hotel wirbt auf seiner Website mit «eleganten Veranstaltungsräumen». «Unser Auditorium bietet Platz für bis zu 420 Gäste», steht weiter.
Als Beispiel erwähnt das Hotel grössere Versammlungen, Konferenzen, gesellschaftliche Veranstaltungen und Empfänge.
Hotel gibt sich bedeckt
Hinter Braco steckt laut Sektenexperte Hugo Stamm eine eingespielte Organisation. «Die viel Geld umsetzt – wo es landet, weiss man nicht.»
Warum das Hotel dem umstrittenen Heiler eine Plattform gibt, beantwortet Betriebsleiter Christopher-Vincent Jungfer nicht. «Wir bitten um Verständnis, dass wir zu einzelnen Veranstaltern oder spezifischen Inhalten keine weiterführenden Auskünfte geben», schreibt er.
Ihr Anspruch sei es, allen Gästen einen angenehmen Aufenthalt und einen reibungslosen Service zu ermöglichen.













