Schweizer Armee

    Umfrage zu nicht-binären Personen in der Armee geht nach hinten los

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    Bern,

    Mit einer Umfrage wollte die Armee Personen, die sich als non-binär identifizieren, eine Stimme geben. Doch statt Erkenntnissen gab es Hohn und Beschimpfungen.

    Soldaten Stiefel Armee Personen
    Die Armee wollte etwas über die Realität nicht binärer Personen in Dienst erfahren und erntete diskriminierende Aussagen. (Symbolbild) - Keystone

    Die Schweizer Armee hat im Sommer 2024 eine Umfrage unter nichtbinären Personen im Dienst gestartet. Den Verantwortlichen zufolge sei das Ziel gewesen, deren Erfahrungen und Bedürfnisse besser zu verstehen.

    Nun steht fest, dass eine Auswertung der Antworten der 81 Teilnehmer nicht möglich war. Wie die Armee mitteilt, sei die «Anzahl seriöser Antworten darunter ist leider nicht ausreichend für verlässliche Aussagen».

    Findest du, dass die Schweizer Armee stärker gegen Diskriminierung in den eigenen Reihen vorgehen sollte?

    Laut «NZZ am Sonntag» seien viele Angaben unsachlich oder beleidigend gewesen. Über ein Drittel der Teilnehmenden habe die Befragung genutzt, um gegen queere Themen Stimmung zu machen.

    Geteiltes Echo auf Umfrage

    Die Umfrage war Teil einer grösseren Diversity-Initiative und fragte gezielt nach Diskriminierungserfahrungen, mangelndem Schutz und strukturellen Problemen. Vier Prozent der Armeeangehörigen gaben laut «NZZ am Sonntag» zuvor an, sich weder als Mann noch als Frau zu identifizieren.

    Schweizer Armee Personen Umfrage
    Die Umfrage der Schweizer Armee kann nicht ausgewertet werden. Erkenntnisse dürfte es dennoch geben. - Instagram/@armee.ch

    Bereits früh waren die Reaktionen auf die Umfrage unterschiedlich ausgefallen, so die «NZZ am Sonntag». SVP-Nationalrat Mauro Tuena nannte die Befragung unnötig, während SP-Nationalrätin Priska Seiler Graf sie als wichtigen Schritt für Inklusion betrachtete.

    LGBTQ+-Verbände betonen, dass die Armee dringend mehr tun müsse, um nichtbinäre Menschen zu schützen, wie «LOS» berichtet. Der neue Aktionsplan gegen Diskriminierung sei ein erster Schritt, müsse aber mit spezifischen Massnahmen ergänzt werde.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #1390 (nicht angemeldet)

    Umfrage sparen. Wenn ein Zipfel dran ist, ist es ein Männchen, versprochen. Alles andere findet im Kopf statt.

    User #5442 (nicht angemeldet)

    Diskriminierung in der Armee führt nicht zu einem Zusammenhalt, wie er in der Armee gebraucht wird und Vertrauen entsteht so auch nicht

    Weiterlesen

    Schweizer Armee
    100 Interaktionen
    Neue Umfrage
    Schweizer Armee
    21 Interaktionen
    In drei Jahren
    Schweizer Armee
    3 Interaktionen
    Aufarbeitung

    MEHR SCHWEIZER ARMEE

    Ejal Zamir
    14 Interaktionen
    Tel Aviv
    Schweizer Armee
    82 Interaktionen
    Aufrüstung
    Militär
    33 Interaktionen
    Helfen jetzt Frauen?
    Israel Armee Westjordanland
    Westjordanland

    MEHR AUS STADT BERN

    YB
    3 Interaktionen
    Statistik zeigt
    1 Interaktionen
    Bern
    Kanton Bern
    Kanton Bern