Weihnachten

    Umfrage: Schweizer wollen US-Produkte an Weihnachten boykottieren

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA, Nicolas Eggen

    Zürich,

    Trotz höherem Budget wollen Schweizerinnen und Schweizer an Weihnachten auf US-Produkte verzichten. Das zeigt eine Umfrage eines Beratungsunternehmens.

    Kein Bock auf US-Produkte unter dem Weihnachtsbaum. Schweizer Konsumenten wollen laut einer Umfrage US-Produkte boykottieren. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Laut einer Umfrage wollen Konsumenten im Schnitt 341 Franken für Geschenke ausgeben.
    • Viele wollen wegen des Zollhammers US-Produkte boykottieren.
    • Bei der Auswahl der Geschenke nimmt KI laut Umfrage keine wichtige Rolle ein.

    Das Portemonnaie soll an diesen Weihnachten lockerer sitzen als auch schon. Für Geschenke wollen Schweizer Konsumenten laut Umfrage des Beratungsunternehmens EY in diesem Jahr im Durchschnitt 341 Franken ausgeben. Also rund ein Fünftel mehr als im Vorjahr.

    Am häufigsten verschenkt werden dabei gemäss der am Donnerstag veröffentlichten Analyse Geschenkgutscheine und Geld. Danach folgen Spielwaren und Lebensmittel wie Süsswaren. Aber auch Kleidung, Bücher und Kosmetika seien weiterhin beliebt.

    Wegen Zollhammer: Viele wollen US-Produkte boykottieren

    30 Prozent der befragten Konsumenten werden aufgrund des US-Zollhammers ihre Ausgaben für Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr reduzieren.

    Deutlich kommt die kritische Haltung gegenüber US-Produkten zum Ausdruck: Vier von zehn befragten Konsumenten (40 Prozent) wollen im diesjährigen Weihnachtsgeschäft US-Produkte boykottieren.

    Weihnachtsgeschenke
    Laut der Umfrage wollen viele auf US-Produkte an Weihnachten verzichten. (Symbolbild) - keystone

    Nur 28 Prozent der Befragten wollen dies klar nicht tun. Fast jeder Dritte (32 Prozent) hat sich zu diesem Thema noch keine eigene Meinung gebildet.

    Hier werden die Geschenke gekauft

    Eingekauft wird laut Studie immer noch überwiegend im Laden. Insgesamt 215 Franken will die Kundschaft dabei im stationären Handel liegen lassen. Im Internet wollen die Befragten im Durchschnitt 126 Franken ausgeben.

    Weihnachtsgeschenke
    Eingekauft wird laut Studie immer noch überwiegend im Laden. (Symbolbild) - keystone

    Hier teilt sich die Kundschaft zudem in drei Lager. Gut ein Drittel (34 Prozent) gibt an, ausschliesslich im Laden einzukaufen. 29 Prozent wollen nur online shoppen. Der Rest sucht entweder zuerst im Netz und kauft im Laden oder umgekehrt.

    KI bei der Auswahl von Geschenken laut Umfrage unwichtig

    Bei der Auswahl und dem Einkauf von Geschenken setzen aber erst wenige der Befragten auf Unterstützung durch künstliche Intelligenz (KI). Nur 15 Prozent gaben an, dass KI eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung für Geschenke spielt.

    Bist du schon mit den Weihnachtseinkäufen beschäftigt?

    Ein Drittel bewertet Hilfen wie Chatbots als eher unwichtig. Satte 53 Prozent bezeichneten KI als «völlig unwichtig» in Bezug auf die Geschenkewahl.

    Für die Umfrage wurden den Angaben nach im November 790 erwachsene Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz befragt.

    Kommentare

    User #2027 (nicht angemeldet)

    Ich denke, dass sich das mit den US - Produkten von selbst löst. Es gibt nicht viele Produkte aus den USA, die qualitativ und technologisch im internationalen Umfeld mithalten können. Daher kommt ja die unausgeglichene Handelsbilanz. Trump begeht einen Fehler nach dem andern. So auch hier. Der Markt entscheidet. Die Zölle der USA sind nichts weiter als versteckte Steuern, welche die US- Bürger?innen bezahlen müssen. Vielleicht merken sie es.

    User #1108 (nicht angemeldet)

    Ich kaufe nur getrycheltes fleisch

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