Ueli Maurer sollte sich zurückhalten, tut es aber nicht. Der Bundespräsident wirbt öffentlich für einen Ständeratskandidaten.
Ueli Maurer
Ueli Maurer spricht zur Grossen Kammer, an der Sommersession der Eidgenössischen Räte, am Montag, 17. Juni 2019 im Nationalrat in Bern. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ueli Maurer setzt sich öffentlich für einen Ständeratskandidaten ein.
  • Der Bundespräsident lobt in einem Video den SVP-Nationalrat Franz Grüter.
  • Im Wahlkampf sollte er sich eigentlich zurückhalten.

Der Bundespräsident Ueli Maurer rührt die Werbetrommel für seinen Parteikollegen Franz Grüter. Dies gilt in der Schweiz zwar als verpönt, doch der 68-Jährige setzt sich darüber hinweg. In einem kurzen Video findet er lobende Worte für den SVP Nationalrat.

Dieser mache in Bern einen «hervorragenden Job» und würde «hervorragend» in den Luzerner Ständerat passen. Anschliessend folgt sogar ein Aufruf an die Schweizer Stimmbürger: «Ich empfehle Ihnen Franz Grüter zur Wahl und danke für die Unterstützung.»

Der Clip ist auf den sozialen Medien wie YouTube, Twitter und Facebook veröffentlicht worden. Doch positiv ist die Resonanz für das Engagement des Bundespräsidenten nicht.

Die «Luzerner Zeitung» schreibt: Ueli Maurer verstosse mit seiner Empfehlung gegen die Aide-Mémoire. Demnach müsse vor eidgenössischen Wahlen «eine gebührende Zurückhaltung» bezüglich parteipolitischer Aktivitäten bewahrt werden.

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