Tödliche Unfälle am Caumasee ereigneten sich ohne Badeaufsicht

Keystone-SDA
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Surselva,

Am Caumasee in Flims in Graubünden ist es innerhalb von drei Tagen zu zwei tödlichen Badeunfällen gekommen. Der Flimser Gemeindepräsident Christoph Schmidt zeigt sich erschüttert, ein Badeverbot ausserhalb der Öffnungszeiten stehe aber nicht zur Diskussion.

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Am Caumasee in Flims in Graubünden ist es innerhalb von drei Tagen zu zwei tödlichen Badeunfällen gekommen. - keystone

Am Sonntagabend starb ein 27-Jähriger nach einem Badeunfall am Caumasee in Flims. Der Deutsche wollte einem in Not geratenen Kollegen helfen und geriet dabei selbst in Schwierigkeiten. Er konnte erst nach mehreren Minuten von weiteren anwesenden Personen aus dem Wasser geborgen werden. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche starb er noch vor Ort.

Drei Tage zuvor war ein 17-jähriger Tourist aus dem Vereinigten Königreich beim Schwimmen ebenfalls in Not geraten. Auch er verstarb noch am selben Abend im Spital.

Die beiden tödlichen Unfälle beschäftigen auch den Flimser Gemeindepräsidenten Christoph Schmidt. «Wir sind erschüttert über die zwei tragischen Unfälle an dem beliebten und hochfrequentierten Badesee in so kurzer Zeit hintereinander. Beide Unfälle ereigneten sich in den Abendstunden nach den regulären Betriebszeiten, in denen keine Wasseraufsicht gewährleistet ist», sagte er.

Der letzte tragische Unfall habe sich vor über 10 Jahren, im Jahr 2016, ereignet. «Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Verstorbenen, und wir möchten ihnen unser aufrichtiges Beileid für die tragischen und traurigen Ereignisse aussprechen», hielt Schmidt auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA fest.

Als aktuell speziell tückisch für Badegäste schätzt Schmidt den Caumasee nicht ein. Er weise keine Besonderheiten hinsichtlich Temperatur oder Strömungen auf. Es sei aber allgemein festzustellen, «dass immer wieder ungeübte Schwimmer die Gefahren von offenen Gewässern wie Seen unterschätzen». Er nennt dabei etwa die Distanzen oder die Temperatur.

«Durch Präventionsmassnahmen und frühzeitiges Erkennen und Eingreifen durch das Fachpersonal kann während der Betriebszeiten Schlimmeres vermieden werden», sagte er. Es komme immer wieder vor, dass das Fachpersonal eingreifen müsse.

Ein Badeverbot ausserhalb der Öffnungszeiten steht für Schmidt «wie in vielen anderen offenen Gewässern» auch nach den tödlichen Vorfällen aktuell nicht zur Debatte. Bereits seit geraumer Zeit werde aber innerhalb des Badebereiches auf das Sicherheitskonzept sowie die Baderegeln hingewiesen – sowohl im Eingangsbereich als auch auf dem Gelände.

Das Sicherheits- und Rettungskonzept für den Badesee und dessen Umsetzung würden jährlich zusammen mit dem Betreiber, «wenn sinnvoll unter Einbezug der Fachstellen», weiterentwickelt und das werde Personal geschult.

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