Filmfestival Locarno

    Tessiner Kantonsrat erhöht Beitrag ans Filmfestival Locarno

    Keystone-SDA
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    Locarno,

    Das Filmfestival Locarno soll jährlich 3,4 statt der bisherigen 2,8 Millionen Franken erhalten. Dies hat der Tessiner Kantonsrat heute Mittwoch beschlossen.

    Filmfestival Locarno
    Zuschauer am Filmfestival Locarno. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Locarno Filmfestival soll jährlich neu 3,4 statt 2,8 Millionen Franken erhalten.
    • Der Tessiner Kantonsrat hat einer Beitragserhöhung mit grosser Mehrheit zugestimmt.

    Der Tessiner Grosse Rat hat mit grosser Mehrheit (76 Stimmen dafür, 0 dagegen, 7 Enthaltungen) einer Erhöhung des Beitrags ans Filmfestival Locarno zugestimmt. In der kommenden Legislatur erhält das Festival jährlich 3,4 statt der bisherigen 2,8 Millionen Franken. Damit erhöht der Kanton seinen jährlichen Beitrag ans Filmfestival um 600'000 Franken.

    Der Abstimmung war eine lebhafte Diskussion vorangegangen. Zeitweise driftete sie in Fragen rund um die Arbeitsbedingungen am Festival ab. Die Lega stemmte sich gegen höhere Ausgaben.

    Die Mitte- und Links-Politiker rühmten hingegen das Filmfestival Locarno als Vehikel «für positive Bilder» aus dem Südkanton. Auch die SVP stellte sich grösstenteils hinter die Vorlage.

    «Sauerstoffzufuhr» für Region Tessin

    Alessandra Gianella (FDP), Sprecherin der Vorlage, betonte vorab, dass ein Verharren im finanziellen Status Quo faktisch einem Rückschritt gleichkäme. Denn die Konkurrenz des Festivals in der Schweiz und in Europa sei gross.

    Gianellas Parteikollege Alessandro Speziali bezeichnete den Anlass als «Sauerstoffzufuhr» für die Region. «Das Filmfestival Locarno ist etwas vom Besten, was dieses Land zu bieten hat.»

    SVP-Fraktionssprecher Sergio Morisoli sprach sich dafür aus, Festivaldirektor Marco Solari Vertrauen zu schenken: «Bei solchen Figuren sind öffentliche Gelder in guten Händen.» Was Solari anfasse, werde zu einem Erfolg, sagte Morisoli.

    Locarno Filmfestival
    Premium-Kino auf der Piazza Grande. - dpa-infocom GmbH

    Anders sah dies Boris Bignasca von der Lega: Das Tessin befinde sich schweizweit unter den Spitzenreitern, was Kulturausgaben angehe. Deshalb gelte es nun, auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren, anstatt von Marco Solari zu schwärmen. Dieser sei im Tessin längst heiliggesprochen worden.

    CVP-Kantonsrat Claudio Fanscella zeigte sich überzeugt, dass das Festival den Kanton vital halte. Dies auch wegen dessen guter Verbindungen in die Wirtschaft. In einer sich immer schneller verändernden Welt könne sich eine Veranstaltung wie diese nicht auf den eigenen Lorbeeren ausruhen.

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