Bei der 74. Ausgabe des Filmfestival Locarno werden zwei weitere Weltpremieren dabei sein: «She Will» und «Sto minut iz zhizni Ivana Denisovicha».
An der Piazza Grande stehen die Verantwortlichen in den Startlöchern für die 74. Ausgabe des Locarno Filmfestivals. Zu den bereits angekündigten 97 Weltpremieren kommen nun zwei weitere hinzu. (Archivbild)
An der Piazza Grande stehen die Verantwortlichen in den Startlöchern für die 74. Ausgabe des Locarno Filmfestivals. Zu den bereits angekündigten 97 Weltpremieren kommen nun zwei weitere hinzu. (Archivbild) - sda - Keystone/PABLO GIANINAZZI
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Das Wichtigste in Kürze

  • Am 4. August startet die 74. Ausgabe des Filmfestivals in Locarno.
  • Die Verantwortlichen ergänzen das Programm um zwei Weltpremieren.

Für seine 74. Ausgabe ergänzt das Locarno Filmfestival sein Programm um zwei weitere Weltpremieren: «She Will» und «Sto minut iz zhizni Ivana Denisovicha» («100 Minutes»). Das gaben die Verantwortlichen am Dienstag bekannt. «She Will» ist das Debüt der französisch-britischen Regisseurin Charlotte Colbert.

Der Psychothriller erzählt die Geschichte von Veronica Ghent (Alice Krige), die sich, nachdem ihr beide Brüste amputiert wurden, zusammen mit ihrer Pflegerin Desi (Kota Eberhardt) nach Schottland zurückzieht.

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Die Ausgabe 2021 des Filmfestivals Locarno hat dank ausserordentlicher Sparmassnahmen eine schwarze Null geschrieben. - sda - Keystone/MARTIAL TREZZINI

Der Film ist als Galapremiere für die Sektion Fuori Concorso vorgesehen und wird am 5. August gezeigt; anschliessend sollen das Cast und die Regisseurin für Fragen zur Verfügung stehen.

Leben von Iwan Denssowitsch Shukow

«Sto minut iz zhizni Ivana Denisovicha» («100 Minutes») soll am 13. August das Programm auf der Piazza Grande bereichern, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Der Film stammt von dem russischen Regisseur Gleb Panfilow, der 1969 mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet wurde, damals für sein Debüt «V ogne broda net» («No Path Through Fire», 1968).

Panilows jüngstes Werk thematisiert das Leben von Iwan Denissowitsch Shukow; die literarische Figur gehörte zu jenen russischen Soldaten, die für die Sowjetunion gegen die Nazis gekämpft hatten und dann von Stalin in sibirische Arbeitslager verbannt wurden. Die Geschichte basiert auf der Erzählung «Ein Tag im Leben von Iwan Denissowitsch» von Alexander Solschenizyn, der 1970 dafür mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde.

Anfang Juli hatte das Locarno Filmfestival sein Programm bekannt gegeben, wonach insgesamt 203 Filme gezeigt werden sollen, darunter 97 Weltpremieren. Zwei weitere kommen nun hinzu. Die 74. Ausgabe des Filmfestivals findet vom 4. bis 14. August statt.

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