Temperaturen nehmen schweizweit zu –Niederschlag bleibt gleich

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    Bern,

    Ein Vergleich der letzten 30 Jahre hat gezeigt, dass die Temperaturen in der Schweiz zugenommen haben. Beim Niederschlag gibt es keine grossen Veränderungen.

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    Die Tage werden im Januar schliesslich wieder länger. - Pixabay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Temperaturen in der Schweiz haben zugenommen, während der Niederschlag gleich bleibt.
    • Aufgrund der Topografie variiert auch die Niederschlagsmenge sehr stark.
    • Normwerte werden analysiert, um das Klima einer Region zu beschreiben.

    Die Schweiz ist wärmer und das Mittelland sonniger geworden. Beim Niederschlag dagegen ist keine grössere Veränderung sichtbar. Das zeigt ein Vergleich der vergangenen 30 Jahre.

    Die Jahresmitteltemperatur bewegt sich zwischen 13 Grad Celsius im Südtessin über Werte zwischen 9 und 10 Grad Celsius im Mittelland. In Regionen über 3000 Metern sogar bis zu Temperaturen deutlich unter -5 Grad. Das teilte das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) am Dienstag mit.

    Solarenergie
    Mithilfe der Sonne und Photovoltaikanlagen wird Solarenergie gewonnen. - Keystone

    Bei der Sonnenscheindauer zeigen sich ebenfalls deutliche Unterschiede. Dies mit nur rund 40 Prozent relativer Dauer im nordöstlichen Mittelland und bis zu 60 Prozent im Wallis. Auffällig ist dabei die Zunahme im Mittelland: Hier scheint die Sonne nun 5 bis 10 Prozent länger und tendenziell über das ganze Jahr, mit leicht sonnigeren Frühlingsmonaten.

    Niederschlagsmenge variiert aufgrund der Topografie

    Wegen der komplexen Topografie variieren auch die Niederschlagsmengen in der Schweiz räumlich sehr stark. In den grossen inneralpinen Tälern wie dem Wallis fällt zum Teil deutlich weniger als 1000 mm Niederschlag pro Jahr. Dies während am Alpennordhang und im Tessin teilweise mit 2000 mm und mehr gerechnet werden muss.

    Die Niederschlagsereignisse verteilen sich dabei im Tessin auf gut 100 Tage. Am Alpennordhang hingegen regnet oder schneit es an 150 und mehr Tagen pro Jahr.

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    Niederschlagsmengen variieren je nach Region in der Schweiz. (Archivbild) - sda

    Zur Einordnung des aktuellen Witterungsgeschehens verwendet Meteoschweiz nach eigenen Angaben eine Vergleichsperiode von 30 Jahren. Die Wahl dieser sogenannten Normperiode richtet sich nach den Vorgaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Die jüngste Normperiode 1991-2020 ist seit Ende 2020 abgeschlossen und wird zum Januar 2022 eingesetzt.

    Analyse von Normwerten, um Klima zu beschreiben

    Um das Klima einer Region zu beschreiben, werden meteorologische Messgrössen wie Temperatur, Niederschlag oder Sonnenscheindauer als Normwerte analysiert. Die Normperiode wird nach Vorgaben der WMO alle zehn Jahre nachgerückt. Somit werden die jüngsten Veränderungen im Zusammenhang mit dem fortschreitenden Klimawandel in die Berechnung der Normwerte einbezogen.

    Wetter Schweiz
    Meteorologische Messgrössen werden als Normwerte analysiert. - dpa

    Die Verwendung der neuen Normwerte führt laut Meteoschweiz zu anderen Einstufungen. Besonders die Temperatur wird im Vergleich zur alten Referenzperiode anders eingestuft.

    Der kühle und verregnete Sommer 2021 sei zum Beispiel im Vergleich mit 1981-2010 rund 0,5 Grad zu warm. Dies während er im Vergleich mit der neuen Periode 0,1 Grad kühler gewesen sei.

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