Technische Mängel führten zum Flugabsturz in Les Ponts-de-Martel NE

Keystone-SDA
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Der tödliche Flugzeugabsturz vom 20. Mai 2023 in der Region Ponts-de-Martel im Kanton Neuenburg ist auf einen mechanischen Defekt zurückzuführen. Ein Problem mit der Steuerung des Seitenruders führte zum Absturz des Kleinflugzeugs, bei dem der Pilot und die beiden Insassen ums Leben kamen.

Die Absturzstelle in der Gemeinde Les Ponts-de-Martel befindet sich rund 16 Kilometer westlich der Kantonshauptstadt Neuenburg.
Die Absturzstelle in der Gemeinde Les Ponts-de-Martel befindet sich rund 16 Kilometer westlich der Kantonshauptstadt Neuenburg. - sda - Google Maps

«Der Unfall wurde durch einen Ausfall eines anderen Systems als des Triebwerks verursacht», teilte die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) am Donnerstag mit. Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Blockierung der Ruderpedalsteuerung plötzlich und ohne Vorwarnung aufgetreten sei, wodurch der Pilot die Kontrolle über das Flugzeug verloren habe.

Ein Zusammenhang zwischen einer Handlungsunfähigkeit aufgrund einer akuten Herzerkrankung und dem Zeitpunkt, zu dem die Blockierung der Steuerung eintrat, erscheine unwahrscheinlich. Er könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, so die Sust in ihrem Bericht. Der Pilot, ein 1951 geborener Mann aus Neuenburg, der zum Zeitpunkt des Unfalls gut 70 Jahre alt war, hatte eine Herzerkrankung, die seit 2014 von Spezialisten behandelt und regelmässig überwacht wurde.

Der Pilot wurde als fähig eingestuft, seine Tätigkeit als Privatpilot mit Leichtflugzeugen fortzusetzen. Laut Autopsiebericht könnten bereits bestehende schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei diesem Vorfall eine Rolle gespielt haben, ohne dass diese Hypothese überprüft werden könne, fügte die Sust hinzu.

Die Blockierung der Ruderpedalsteuerung wurde gemäss Bericht durch das Lösen des Drehzapfens des vorderen Fahrwerks aus seiner Halterung verursacht. Die Konstruktion dieser Drehzapfen war ebenso Untersuchungsgegenstand wie das Fehlen einer Schraubenmutter in dieser mechanischen Vorrichtung.

Da eines der Opfer französischer Staatsangehöriger ist, hat das französische Büro für Untersuchungen und Analysen zur Sicherheit der Zivilluftfahrt ebenfalls einen Bericht vorgelegt. Im Gegensatz zu den Schweizer Ermittlern ist es der Ansicht, dass die Schraubenmutter bereits vor dem Start des Flugzeugs gefehlt haben könnte.

Die schwierigen Wetterbedingungen an diesem Tag hätten beim Unglück keine Rolle gespielt, so die Sust. Das Flugzeug, das dem Aéro-Club des Montagnes neuchâteloises gehörte, war um 10.18 Uhr vom Flughafen Les Eplatures in La Chaux-de-Fonds NE zu einem Privatflug gestartet, um den Creux-du-Van zu überfliegen.

Die beiden Insassen des Flugzeugs waren beide um die 30 Jahre alt, eine Frau aus der Region und ein in Frankreich wohnhafter Franzose. Bei Letzterem handelt es sich um den französischen Regisseur Valentin Petit, der mit grossen Namen der Musikszene wie Pharrell Williams, Nekfeu oder Rosalía zusammengearbeitet hat.

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