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    Swiss Re profitiert im Halbjahr von tiefen Katastrophenschäden

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Der Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Halbjahr 2026 von einer geringen Belastung durch Grossschäden aus Naturkatastrophen profitiert und den Gewinn deutlich gesteigert. Allerdings setzte sich auch der Trend zu sinkenden Versicherungsprämien fort.

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    Der Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Halbjahr 2026 von einer geringen Belastung durch Grossschäden aus Naturkatastrophen profitiert und den Gewinn deutlich gesteigert. - keystone

    Der Konzerngewinn erhöhte sich in den ersten sechs Monaten des Jahres um 9 Prozent auf 2,8 Milliarden US-Dollar, wie Swiss Re am Donnerstag mitteilte. Zur Verbesserung hätten sämtliche Geschäftseinheiten beigetragen, betonte Konzernchef Andreas Berger vor den Medien.

    Die Forderungen wegen Katastrophenschäden lagen in der Sach- und Haftpflichtrückversicherung (P&C Re) bei 169 Millionen Dollar. Das grösste Schadenereignis war Sturm Kristin, der im Januar in Portugal auf Land traf. Im ersten Halbjahr 2025 hatten die Forderungen aus Grossschäden noch bei 556 Millionen Dollar gelegen, der grösste Teil davon betraf damals die verheerenden Waldbrände in Los Angeles.

    «Menschengemachte» Grossschäden beliefen sich im ersten Semester 2026 noch auf 129 Millionen Dollar (Vorjahr 213 Millionen). Der Schaden-Kosten-Satz (Combined Ratio) in der Rückversicherungssparte verbesserte sich in der Folge auf 76,7 Prozent (VJ 81,1 Prozent).

    Kehrseite der erneut tiefen Schadenbelastung war allerdings der anhaltende Preisrückgang in der Rückversicherungsbranche. Swiss Re musste bei den im Juni und Juli erfolgten Erneuerungen von Rückversicherungsverträgen einen Nettopreisrückgang um 5,3 Prozent hinnehmen. Damit hätten sich die Trends von Anfang des Jahres fortgesetzt, sagte Finanzchef Anders Malmström.

    Eine gute Entwicklung zeigte derweil die Lebens-Rückversicherungssparte (L&H Re). Nachdem Swiss Re im vergangenen Jahr in diesem Geschäft noch eine Portfoliobereinigung durchgeführt hatte, stieg der Gewinn der Sparte nun um gut 20 Prozent auf 1,0 Milliarden Dollar. Günstig wirkte sich auch eine vorteilhafte Entwicklung der Sterblichkeit in den USA aus.

    Mit seinem laufenden Kostensparprogramm sieht sich der Finanzkonzern so gut unterwegs, dass er dieses nun noch ausweitet: Statt Kosteneinsparungen von 300 Millionen bis 2027 strebt er nun 500 Millionen bis ins Jahr 2028 an. Dank dem Programm werde Swiss Re zu einem «schlankeren, fokussierteren» Unternehmen, sagte Malmström.

    Es sei klar, dass die Einsparungen zu einem Abbau von Arbeitsplätzen führen würden, bestätigte der Finanzchef: Eine Zahl wollte er aber nicht nennen. Sicherlich werde der Konzern bei der Umsetzung des Programms die natürliche Fluktuation bei den Angestellten nutzen.

    Mit dem Halbjahresgewinn scheint auch das Jahresziel gut erreichbar zu sein, auch wenn die Verantwortlichen auf den «nahenden Höhepunkt der Hurrikansaison» hinwiesen. Der Rückversicherer hat sich für 2026 einen Gewinn von «mindestens 4,5 Milliarden Dollar» vorgenommen.

    Am Aktienmarkt wurde der stärker als erwartet ausgefallene Halbjahresgewinn zwar gelobt. Der anhaltende Druck auf die Versicherungsprämien drohe allerdings, die künftigen Margen unter Druck zu bringen, hiess es gleichzeitig. Nach einem insgesamt richtungslosen Handelsverlauf notiert die Swiss Re-Aktie am Nachmittag mit einem Plus von 0,4 Prozent leicht fester.

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    Kommentare

    User #1439 (nicht angemeldet)

    Wenn es nach den Klima-Apokalyptikern geht, müßte es genau umgekehrt und solche Versicherungen pleite sein. Hier ist also der gegenteilige Beweis.

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