Sturmtief «Petra» fegt mit über 170 km/h über die Schweiz hinweg

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    Bern,

    Der Orkan «Petra» ist in der Nacht auf Dienstag mit Windspitzen von über 170 Kilometern pro Stunde (km/h) über die Schweiz hinweggefegt. Grössere Behinderungen im Bahn- und Strassenverkehr und Sturmschäden wurden vorerst nicht bekannt.

    Bei den Sturmwinden in der Nacht auf Dienstag haben Regenschirme kaum Schutz geboten. (Archivbild)
    Bei den Sturmwinden in der Nacht auf Dienstag haben Regenschirme kaum Schutz geboten. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Sturmtief «Petra» richtete auch im Kanton Bern einigen Schaden an.
    • Die stärksten Windböen wurden auf dem Napf und dem Bantiger BE gemessen mit je 171 km/h.

    Aber auch im Flachland wurden Windspitzen von weit über 100 km/h gemessen. In Thun und Affoltern bei Zürich erreichten die Windböen Geschwindigkeiten von 129 km/h. Auch in Luzern wurden 122 km/h gemessen.

    Die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Bern sagte am frühen Dienstagmorgen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass in der Stadt Bern sowie im Kanton vereinzelt Bäume beziehungsweise Äste auf Strassen gefallen seien. Die Feuerwehren waren daran, die Fahrbahnen wieder freizuräumen.

    Bahnverkehr war ebenfalls betroffen

    In der Stadt Bern seien sieben solcher Fälle bekannt, hiess es weiter. Im Kanton gingen die Behörden von 14 Bäumen oder Ästen auf Strassen aus, die zu Behinderungen führten. Zu Schäden - etwa an Fahrzeugen - sei es nach aktuellem Stand allerdings nicht gekommen.

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    Sturmtief Petra sorgt in Bern für über 100 Meldungen. - Keystone

    Auch andere Teile der Schweiz waren von starken Winden betroffen. So meldete das Railinformationssystem der SBB, dass der Bahnverkehr in den Grossräumen Zentralschweiz und der Ostschweiz nur eingeschränkt möglich sei. Es musste mit Verspätungen und Zugausfällen gerechnet werden.

    In etwa gleich stark wie «Burglind»

    Die Kaltfront war gemäss den Meteorologen sehr schnell unterwegs. Um drei Uhr früh zog sie über Basel und war zwei Stunden später bereits an den Alpen angekommen. Dahinter sei der Luftdruck schnell angestiegen.

    Unmittelbar vor dem Durchzug der Kaltfront wurden extrem milde Temperaturen gemessen, wie Meteonews mitteilte. In Evionnaz im Wallis war es beispielsweise um 02.40 Uhr 19,3 Grad warm. An einigen Stationen seien sogar neue Februarrekorde aufgestellt worden.

    sturmtief Petra
    Auch am Vierwaldstättersee wurde durch das Sturmtief Petra eine Wetterwarnung ausgelöst. - Keystone

    Im Vorfeld war vor dem Sturm gewarnt worden. Meteorologen sagten gar Sturmwinde wie bei «Burglind» vor zwei Jahren voraus. Damals hatte es in der Schweiz grössere Schäden gegeben und sogar ein Zug war umgeweht worden. Bei «Burglind» waren auf dem Bantiger Windspitzen von 172 km/h gemessen worden, also ähnlich starke Böen wie in der vergangenen Nacht.

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