Freispruch

    Staatsanwaltschaft meldet Berufung im Fall Brasserie Lorraine an

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    Bern,

    Der Prozess um die Berner Brasserie Lorraine geht weiter. Die Staatsanwaltschaft legt Berufung ein.

    Brasserie Lorraine
    Die Brasserie Lorraine steckt in der Krise. (Archivbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Staatsanwaltschaft legt Berufung im Rechtsstreit um die Berner Brasserie Lorraine ein.
    • Mitte Februar wurde die Beiz vom Vorwurf der Rassendiskriminierung freigesprochen.
    • Im Sommer 2022 brach sie das Konzert einer Schweizer Reggae-Band ab.
    • Einige Gäste sahen den Auftritt als kulturelle Aneignung.

    Im juristischen Streit um die Berner Brasserie Lorraine ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die Staatsanwaltschaft hat Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Bern angemeldet.

    Das Gericht hatte die linksalternative Genossenschaftsbeiz am 17. Februar vom Vorwurf der Rassendiskriminierung freigesprochen. Die Generalstaatsanwaltschaft will nun die schriftliche Urteilsbegründung abwarten und dann entscheiden, ob die Berufung erklärt wird.

    Das sagte Christof Scheurer, Informationsbeauftragter der Generalstaatsanwaltschaft, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Wird das Urteil weitergezogen, ist als nächstes das Berner Obergericht am Zug.

    Die Brasserie Lorraine hatte im Sommer 2022 das Konzert einer weissen Schweizer Reggae-Band abgebrochen, weil Gäste den Auftritt als kulturelle Aneignung empfunden hatten. Die Junge SVP erhob Anzeige und die Staatsanwaltschaft sah darin einen Fall von Rassendiskriminierung gegen Weisse. Sie sprach eine Busse von 3000 Franken aus.

    Dagegen wehrte sich die Beiz erfolgreich vor Gericht. Allerdings ging die Einzelrichterin in ihrer mündlichen Urteilsbegründung gar nicht auf den Vorwurf der Rassendiskriminierung ein.

    Sie kam zum Schluss, dass die Brasserie nach dem Unternehmensstrafrecht gar nicht verantwortlich gemacht werden könne. Der Staatsanwalt hatte die «Brass» als Unternehmen angeklagt, weil sie die Straftat «infolge der mangelhaften Organisation des Unternehmens» keinen Einzelpersonen zuordnen konnte.

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    Kommentare

    Mamutbaum

    Ich fühle mich unwohl, wenn in der Schweiz ein solches Etablissement nicht geschlossen wird, wo Intoleranz gefördert wird. Diskriminierung sollte immer geahndet werden. Egal ob von Links oder Rechts.

    User #5789 (nicht angemeldet)

    Ist die Staatsanwaltschaft untergeschäftigt? Gegen Langeweile gibt es dringendere Fälle. Du meine Güte! Im Namen des Volkes ist diese Geld- und Zeitverschwendung auf gar keinen Fall! Wenn ihr nichts anderes könnt, dann sucht euch einen anderen Job. Muss nicht unbedingt die "Rechtspflege" als Lückenfüller herhalten.

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